Irre Idee! Hoppelnder Otto Waalkes soll auf Fußgänger-Ampel

Emden - Otto Waalkes, der bekannteste Ostfriese der Welt, soll eine eigene Ampel bekommen. Das plant seine Geburtsstadt Emden. Doch es gibt ein Hindernis.

So stellt sich Otto Waalkes die Ampel vor: links die Version mit Otto als Comic-Figur, rechts der Ottifant.
So stellt sich Otto Waalkes die Ampel vor: links die Version mit Otto als Comic-Figur, rechts der Ottifant.  © dpa/Otto Waalkes

Als Motive für Rotlicht- und Grünlichtphasen sind die berühmten Rüsseltiere ("Ottifanten") des in Hamburg lebenden Komikers und Musikers im Gespräch (TAG24 berichtete).

Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) findet die Idee "richtig gut und hoch sympathisch", sagte er kürzlich der Emder Zeitung.

Ob der Plan wirklich umgesetzt wird, ist noch unklar: Vor einem Jahr war ein ähnlicher Vorstoß der Stadt an der Straßenverkehrsordnung (StVO) gescheitert.

"Die Rechtslage erlaubt allein menschliche Symbole, aber keine tierischen Embleme", kommentierte Stadtsprecher Jens Gerdes den damaligen Fehlschlag.

Doch die Emder geben nicht auf: Statt der Rüssel-Tiere soll nun Otto selbst als Comic-Figur das Ampel-Motiv sein - in der von ihm bekannten Pose eines wartenden und eines hoppelnden Häschens.

Otto Waalkes hat sich herausgeputzt.
Otto Waalkes hat sich herausgeputzt.  © dpa/Bernd von Jutrczenka

Der Komiker glaubt sogar an eine besondere verkehrserzieherische Wirkung seiner Motive: "Dann geht ganz sicher niemand mehr bei Rot über die Straße! Und bei Grün auch nicht", schrieb Otto auf seiner Facebook-Seite.

"Alle würden stehenbleiben und die Ampeln angucken. Dann wär's in der Stadt auch nicht immer so hektisch."

Ministerpräsident Weil ist überzeugt, dass sich Einwohner und Touristen über Ottifanten-Ampeln freuen würden: "Warum also nicht, wenn es geht?" Der Zweck einer Ampel werde nicht beeinträchtigt.

Andere Städte haben ähnliche Ideen umgesetzt. So gibt es bereits Ampeln mit Mainzelmännchen-Motiven in Mainz und Bad Zwischenahn, in Hameln soll eine Rattenfänger-Ampel aufleuchten.

Und in Bergkamen (Nordrhein-Westfalen) könnten bald Bergmänner und Römer die Fußgänger stoppen.

Wie weit sich Emden angesichts der juristischen Hürden mit den Otto-Ampeln vorwagt, ist derzeit noch unklar. Befürwortern sind bislang allerdings keine Fälle bekannt, wonach Kommunen durch die großzügige Auslegung der Rechtslage Probleme bekommen haben.

Titelfoto: dpa/Otto Waalkes, dpa/Bernd von Jutrczenka

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