Anträge abgelehnt! OWD-Anwohner ziehen wegen Lärm-Belästigung vors Gericht

Das Amt für Verkehr sagt, dass eine Pegelminderung durch den Bahn-Verkehr überlagert werden würde.
Das Amt für Verkehr sagt, dass eine Pegelminderung durch den Bahn-Verkehr überlagert werden würde.

Bielefeld - Laut früheren Zählungen fahren tagtäglich rund 70.000 Autos über den Ostwestfalendamm (OWD) in Bielefeld. Und die verursachen natürlich auch Lärm und Luftverpestung.

Anwohner empfinden das als Belästigung. 38 von ihnen hatten sich deshalb beschwert und einen Antrag auf Temporeduzierung eingelegt, damit die Ursache für die Beschwerden behoben wird.

Straßen.NRW behauptete allerdings, dass der Lärm- und Schadstoff-Pegel nicht überschritten wird. Eine Zählstelle sollte endlich Aufschluss geben: Ist der OWD wirklich zu laut (TAG24 berichtete)?

Neun Monate, nachdem die Anwohner die Anträge stellten, bekamen sie jetzt einen abschlägigen Bescheid. Deshalb wollen sie vors Verwaltungsgericht ziehen.

"Wir haben nun drei Anlieger ausgewählt, die an verschiedenen Abschnitten wohnen und mit den Lärmpegelwerten an die erlaubten Grenzen heranreichen", erklärt Heike Winkelmann, Sprecherin der Bürgerinitiative gegen Lärm am OWD, gegenüber der Neuen Westfälischen.

Für ihr Vorhaben sammelte die Initiative bereits 4000 Euro. "Wir werden jetzt genau die Daten für die Klagen zusammenstellen“, sagt Bernd Küffner vom Verkehrsclub (VCD). "Das ist noch ein ganzes Stück Arbeit."

Die Stadt behauptet auch weiterhin, dass die zulässigen Pegel nicht überschritten wurden. Die betroffenen Anwohner bezweifeln, dass die Berechnungsverfahren richtig angewendet wurden. Das soll das Gericht jetzt klären.

Ein Tempolimit von 80 km/h, das die Anwohner tagsüber fordern, würde aber keine Besserung bringen, behauptet das Amt für Verkehr. Denn die Minderung werde "in großem Umfang durch den von der DB-Strecke ausgehenden Lärm überlagert".


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