Paciencia schießt die Eintracht ins Glück: Die Euro-Party geht weiter!

Frankfurt - In der mit 48.000 Zuschauern ausverkauften Frankfurter Commerzbank-Arena zog Eintracht Frankfurt gegen die Esten von Flora Tallinn verdient mit einem 2:1 in die dritte Runde der Qualifikation zur Europa League ein. Mann des Abends war an seinem 25. Geburtstag mit zwei Treffern der Portugiese Gonçalo Paciencia.

Gonçalo Paciencia freut sich über seinen Treffer zum 1:0.
Gonçalo Paciencia freut sich über seinen Treffer zum 1:0.  © DPA

Gegenüber dem 2:1-Sieg in Tallinn nahm Eintracht-Trainer Adi Hütter (49) auf drei Positionen Veränderungen vor: Für David Abraham (33), Mijat Gacinovic (24) und Ante Rebic (25) standen Almamy Touré (23), Daichi Kamada (22) und mit Neuzugang Dejan Joveljic (19), der Siegtorschütze des Hinspiels, in der Startelf.

Rebic, der am Dienstag wegen Rückenbeschwerden das Training abbrechen musste (TAG24 berichtete), wurde komplett geschont und stand nicht im Kader.

Die Partie begann zerfahren und mit vielen Abspielfehlern auf beiden Seiten. Die Eintracht hatte deutlich mehr Ballbesitz, allerdings endeten die häufig vom quirligen und kreativen Kamada eingeleiteten Angriffe noch vor dem Strafraum der Esten.

Diese setzten auf Umschaltspiel und Konter und schufen sich mit teilweise ruppiger Spielweise und zwei gelben Karten Respekt bei den Eintracht-Kickern, kamen aber zunächst nicht gefährlich vor das Tor von Felix Wiedwald (29).

Dann das 1:0: Der wie immer unglaublich einsatzfreudige Danny da Costa (26) flankte punktgenau von rechts auf den Kopf des ebenfalls sehr agilen Gonçalo Paciencia, der den Ball unhaltbar versenkte (37.).

Wer da schon dachte, die SGE hätte die Sache jetzt eingetütet, wurde aber enttäuscht - und fühlte sich ans Hinspiel erinnert. Denn nur drei Minuten später verpennte Touré einen langen Pass von Konstantin Vassiljev (34) auf Vlasiy Sinyavskiy (22), der von der linken Strafraum-Kante aus Wiedwald gekonnt überlupfte.

Mit dieser kalten Dusche für die Eintracht ging es dann in die Halbzeitpause.

Fragwürdiger Strafstoß entscheidet Spiel

Zack, drin! Pacencia verwandelt zum 2:1. Danach war das Spiel gelaufen.
Zack, drin! Pacencia verwandelt zum 2:1. Danach war das Spiel gelaufen.  © DPA

Unverändert schickte Adi Hütter seine Elf in die zweite Hälfte und die Eintracht legte auch gleich ordentlich los.

Erneut war es da Costa, der über die starke rechte Seite der Eintracht Joveljic bediente. Der junge Serbe konnte den Ball aber nicht unter Kontrolle bringen (51.).

Nur zwei Minuten später dann die nächste scharfe Hereingabe von da Costa (Filip Kostic machte bis dahin auf der linken Seite irgendwie Urlaub, drehte dann aber mehr auf), die Abwehrspieler Henri Järvelaid im Strafraum der Esten an den angelegten (!) Arm bekam (53.).

Wie üblich zeigte auch hier der dänische Schiedsrichter Jorgen Burchardt (32) auf den Elfmeterpunkt und der starke Paciencia verwandelte sicher und platziert flach rechts (54.). 2:1 für die SGE!

Auch wenn sich Tallinn im Anschluss nicht aufgab und weiter munter mitspielte, war die Sache von da an aber dennoch gelaufen. Zwei Tore mussten die Esten noch zum Weiterkommen erzielen, und Frankfurt setzte weiter auf Ballbesitz und hielt den Gegner so weitgehend vom eigenen Tor fern.

Es passierte dann auch nicht mehr viel. Die spektakulärste Aktion hatte einmal mehr Gonçalo Paciencia, der sich im gegnerischen Strafraum einen Fallrückzieher selbst auflegte und den Ball knapp rechts neben das Tor setzte (62.).

So plätscherte der Kick bis zum Schlusspfiff entspannt dahin. Unter dem Strich bleibt ein verdienter Arbeitssieg der SGE vor toller Kulisse. In der dritten Runde wartet nun der FC Vaduz aus Liechtenstein auf die Frankfurter.

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