Plötzlich Baustelle: 25-Jährige frustriert über Abschleppkosten

Fabienne (25) ärgert sich über die Post von der Stadt.
Fabienne (25) ärgert sich über die Post von der Stadt.

Paderborn - Als die 25-jährige Fabienne aus Paderborn im März nach einem mehrtägigen Krankenhaus-Aufenthalt wieder nach Hause kam, war ihr Auto plötzlich weg. Abgeschleppt, weil gegenüber ein Haus abgebrochen werden sollte und sie so mitten in einer Baustelle parkte.

"Als ich endlich geklärt hatte, wo mein Auto stand, nämlich auf dem Parkplatz an der Rathenaustraße, bekam ich auch schon Post vom Paderborner Bürgermeister mit der Bitte um Bezahlung der Abschleppkosten oder aber einer Stellungnahme zu diesem Vorfall", erzählt sie der Neuen Westfälischen.

Sie erklärte der Stadt in einem langen Brief, was passiert war und bat um Kulanz. "Freunde von mir waren sogar in der Wohnung, um mir Sachen ins Krankenhaus zu bringen. Sie haben aber nichts gesehen, was auf das Halteverbot ab Montag hingewiesen hätte."

Die Stadt jedoch habe fristgemäß 72 Stunden vorher mobile Halteverbotsschilder aufgestellt. "Sie hat einfach Pech gehabt", sagt Katharina Multhaupt, Sprecherin der Stadt Paderborn, auf Nachfrage der Zeitung. "Wir als Stadt Paderborn haben in diesem Fall alles richtig gemacht. Andernfalls müsste ja die Allgemeinheit die Kosten tragen."

Fabienne bekam zwei Wochen später eine ernüchternde Antwort auf ihren Brief. "Und um dem Ganzen noch die Krone aufzusetzen, flatterte mir unlängst noch ein Bescheid ins Haus. Ich soll noch mal über 50 Euro bezahlen, 25 Euro als Geldbuße, 25 Euro für Gebühren und 3,50 Euro für Auslagen."

Das kommt noch zum Knöllchen über 25 Euro fürs Parken im absoluten Halteverbot dazu und auch die 200 Euro fürs Abschleppen muss die 25-Jährige bezahlen.


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