Roboter hilft in Paderborn bei OP an Wirbelsäule

Die Neurochirurgen Dr. Gregory Köppen (li.) und Dr. Carsten Schneekloth, sowie Christoph Robrecht (Hausoberer, re.) und der stellv. kaufm. Direktor Markus Illigens.
Die Neurochirurgen Dr. Gregory Köppen (li.) und Dr. Carsten Schneekloth, sowie Christoph Robrecht (Hausoberer, re.) und der stellv. kaufm. Direktor Markus Illigens.

Paderborn - Das Brüderkrankenhaus St. Josef in Paderborn ist eine von nur vier Kliniken deutschlandweit, die einen Mini-Roboter für Wirbelsäulen-Operationen einsetzt. Eine Million Euro hat das Krankenhaus dafür investiert.

Der Roboter ermöglicht den Chirurgen eine präzisere Bewegungsführung der Operations-Instrumente. Das ist unglaublich wichtig, denn jeder Millimeter kann entscheiden: Falsch platzierte Schrauben können im schlimmsten Fall Nerven verletzen und sogar Querschnittslähmung verursachen.

Chefarzt Dr. Carsten Schneekloth setzt den Roboter "bei etwa 150 bis 200" Verschraubungen der insgesamt über 1000 Wirbelsäuleneingriffe ein. "Neurologische Komplikationen können damit fast auf Null reduziert werden."

Es gehe nicht mehr nur darum, den Patienten zu operieren: "Qualität und Sicherheit werden verbessert. Das Ergebnis für den Patienten muss exzellent sein", wird Schneekloth in der Neuen Westfälischen zitiert.

Das Prinzip ist für die Chirurgen optimal: Der Roboter wird an der Wirbelsäule fixiert (wie im Bild) und leitet "in exakter Linienführung zum perfekten Zielort."

Neben Paderborn gibt es den Mini-Roboter auch an den Uni-Kliniken in Göttingen, Regensburg und Mainz.