Nach Drogenskandal: DSDS-Star verdient sein Geld jetzt auf der Straße

Paderborn - Einst galt Helmut Orosz (37) zu den Favoriten von "Deutschland sucht den Superstar". Doch anstatt vor Millionen-Publikum zu singen, tritt der Sänger nun in der Fußgängerzone auf.

2010 flog Helmut Orosz nach einem Drogen-Skandal aus DSDS raus.
2010 flog Helmut Orosz nach einem Drogen-Skandal aus DSDS raus.  © DPA

2010 war der 37-Jährige Kandidat bei DSDS und schaffte es bis in die Live-Shows. Doch ein Drogen-Skandal zwang die Macher der Show den gebürtigen Hannoveraner rauszuwerfen.

Damals wurde er beim Schnupfen von Kokain erwischt. Kurz darauf begab er sich direkt in eine Klinik zum Entzug. "Danach habe ich keine Drogen mehr angerührt. Manchmal muss man eben richtig tief fallen, um danach wieder aufstehen zu können", erklärte Orosz exklusiv der Bild.

Acht Jahre später ist er nun Straßensänger. Am Osterwochenende war er in der Fußgängerzone von Paderborn (NRW) und spielte mit seiner Gitarre Songs querbeet.

"Ich schäme mich nicht, auf der Straße zu spielen. Im Gegenteil, ich genieße es. Auch wenn mich natürlich meine finanzielle Situation dazu zwingt. Aber bevor ich Hartz IV beantrage, verdiene ich mir mein Geld lieber als Musiker auf der Straße", gestand der 37-Jährige.

Sieben Jahre lebte der Sänger am Existenzminimum - er durchlebte die Privatinsolvenz. Auch heute würde er noch von der Hand in den Mund leben, so der Ex-DSDS-Kandidat.

"Ich habe auch Auftritte mit meiner Band, aber davon kann ich nicht leben. Als Straßensänger verdiene ich dagegen rund 60 Euro in der Stunde. Und Spaß habe ich auch noch dabei", sagte Helmut Orosz weiter.

Letzten Endes würde er sogar noch überraschend häufig erkannt, selbst wenn er seine Mütze tief ins Gesicht ziehen würde, so Orosz weiter. Einmal die Woche tritt er in Fußgängerzonen von Hamburg, Paderborn oder Graz (Österreich) auf.

Außerdem hat der 37-Jährige sein exzessives Leben hinter sich gelassen. "Ich mache jetzt viel Sport, das ist meine neue Sucht. Und ich trinke auch nicht mehr so viel Alkohol wie früher, nur manchmal ein paar Bierchen. Es hat eben auch etwas Gutes, dass man mit dem Alter ruhiger wird", freute er sich abschließend.

Titelfoto: dpa/Facebook Helmut Orosz