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Mordprozess um Horror-Haus: Sagt jetzt auch Wilfried W. aus?

Der Angeklagte Wilfried W. könnte heute erstmals zu Wort kommen. Und was werden die Zeugen über das Folter-Paar aus #Höxter ans Licht bringen?
Die beiden Angeklagten sitzen mit ihren Verteidigern im Gerichtssaal.
Die beiden Angeklagten sitzen mit ihren Verteidigern im Gerichtssaal.

Paderborn/Höxter - Im Prozess um die tödlichen Misshandlungen im sogenannten Horror-Haus von Höxter befragt das Landgericht Paderborn am Dienstag eine Reihe von Zeugen.

Am zwölften Verhandlungstag sollen weitere Zeugen befragt werden.

Gemeinsam sollen Wilfried W. (46) und seine ebenfalls angeklagte Ex-Frau Angelika W. (48) über Jahre hinweg mehrere Frauen in ein Haus ins ostwestfälische Höxter gelockt und schwer misshandelt haben. Zwei Frauen überlebten nicht.

Wilfried W. schweigt bislang vor Gericht, seine Anwälte haben allerdings eine Erklärung angekündigt. Die Anklage lautet auf zweifachen Mord durch Unterlassen sowie mehrfache Körperverletzung.

TAG24 berichtet wie immer ab 9.30 Uhr von dem Prozess.

Für den nächsten Verhandlungstag ist nun klar, dass Wilfried W., der bisher geschwiegen hat, aussagen wird. Experten vermuten, dass er sich um Kopf und Kragen reden wird. Vermutlich wird er jegliche Tatbeteiligung, Misshandlungen an Angelika W., seiner Ex-Frau sowie das Traktieren anderer Frauen auf dem kleinen Gehöft in Bosseborn abstreiten.

UPDATE, 14.30 Uhr: Der nächste Verhandlungstag ist für den 28. Februar 2017 terminiert. An diesem Tag will Wilfried W. sich zu den ihm vorgeworfenen Straftaten einlassen. Im Augenblick wird immer noch auf eine Zeugin gewartet. Sie scheint aber nicht zu kommen.

Richter Emminghaus gibt bekannt, dass die Zeugin auch telefonisch nicht erreichbar ist. Jetzt droht der Zeugin ein Ordnungsgeld. Das hat Oberstaatsanwalt Ralf Meyer beantragt, falls die ordnungsgemäße Ladung nachgewiesen wird und eine Entschuldigung nicht vorliegt. Sie soll in zwei Wochen wieder vorgeladen werden. Damit ist die Sitzung für heute geschlossen.

UPDATE, 12 Uhr: Als nächstes wird der Rettungssanitäter als Zeuge gehört, der damals mit dem Krankenwagen unterwegs war und Susanne F., die sterbenskrank war, in das Northeimer Krankenhaus transportierte. Die Notärztin, war heute auch als Zeugin geladen worden, ist aber verhindert.

"Ich habe keine große Erinnerung mehr. Es war abends, dunkel, wir wurden zum Einsatzort gerufen, "krampfende Person". Beim Eintreffen ist mein Kollege ausgestiegen, wir haben die Dame im Auto vorgefunden und sie aus dem Fahrzeug befreit. Susanne F. war stark unterkühlt, sie sah sehr schlecht, ungepflegt aus. Ich kann mich nicht daran erinnern, welches Fahrzeug es war. Hinter dem Fahrersitz lag die Frau, die nicht mehr ansprechbar war. Als wir sie in unserem Rettungswagen hatten, traf auch die Notärztin ein und hat die erste Versorgung vorgenommen."

"Als mein Kollege ins Auto schaute und Susanne sah, sagte er: 'Oh oh, die sieht tot aus.' Das lag wohl daran, dass die Frau zusammengekauert auf der Rücksitzbank lag , total unterkühlt. Ich habe später zwei Personen hinter dem PKW wahrgenommen. Sie haben sich nicht sofort zu erkennen gegeben. Ich kann mich aber nicht mehr so ganz genau daran erinnern. Als die Geschädigte aus dem Fahrzeug befreit worden war und schon im Rettungswagen lag, haben sich die zwei Personen hinter dem Auto erst bemerkbar gemacht. Ich habe mich nur um die verletzte Frau gekümmert, die sehr elend aussah. Wir haben sie mit einer sogenannten Crashrettung aus dem Auto befreit. Das Opfer war leicht bekleidet, mit einer Art Trägershirt. Für die Witterung war das wenig angemessen. Ich dachte gleich an eine Stellung eines Ungeborenen im Mutterleib."

"Im Rettungswagen habe ich daran gedacht, die Frau könne auch Drogen genommen haben. Die eingetroffene Notärztin stellte auch eine starke Unterkühlung bei der Patientin fest. Sie sagte während der gesamten Behandlung nichts, sie zeigte auch keine Schmerzreize. Wir haben vor Ort keine Verletzungen festgestellt, erst im Krankenhaus haben wir Verletzungen am Oberarm, eine Art Strangulation, festgestellt. Auf der Rücksitzbank des Corsa haben wir eine Art blauen Müllsack gesehen, der prall gefüllt war. Ob unter der Patientin auch Plastiksäcke lagen, weiß ich nicht mehr."

"Zu den beiden Personen kann ich folgendes sagen: Ich war nur mit der Patientin beschäftigt. Mein Kollege sollte Daten von den beiden Personen, Wilfried und Angelika W., erfassen. Ich dachte nur: Die beiden Personen gehören irgendwie zusammen. Sie waren sehr ruhig, keiner hat gesprochen, es kam mir vor wie Desinteresse. Angehörige sind normalerweise teilnahmsvoller, fragen nach dem Gesundheitszustand. Hier kam gar nichts, das hat mich schon gewundert. Ich habe mit den beiden nicht gesprochen, das war nur mein Kollege."

UPDATE, 11.30 Uhr: Als nächstes wird eine Zeugin gehört, die auf der Todesfahrt von Susanne F. nach Bad Gandersheim eine Rolle spielt. Auf halber Strecke blieb damals das Auto von Angelika und Wilfried W. stehen. Angelika klingelte bei der 36-jährigen Frau, die in Lenne wohnt und bat sie, ein Taxi zu rufen. Sie wohnt direkt an der Bundesstraße, die nach Bad Gandersheim führt.

"Ich wurde schon einmal im April 2016 von der Polizei vernommen. Am 21. April spät abends klingelte Angelika W. an der Tür. Wir lagen im Bett, als es klingelte und ich dachte, es sei der Nachbar. Ich bin runter und da stand die Angeklagte Angelika vor der Tür, entschuldigte sich, dass sie liegengeblieben sei und ob ich ein Taxi rufen könnte. Ich habe ein Taxiunternehmen angerufen und wollte Angelika den Hörer geben, die bat mich aber, das Gespräch zu führen. In 20 Minuten wollte das Taxi da sein."

"Beim Weggehen von Angelika W. habe ich noch eine zweite Person auf der Straße gesehen. Sie sprach nicht. Ich dachte, vermutlich ist es der Mann von Angelika W.. Er hatte eine geduckte Haltung, die Person war groß. Ich ging wieder zu Bett. 15 Minuten später klingelte das Telefon, der Taxifahrer fand das Auto nicht. Auf meinen Hinweis konnte der dann das defekte Auto von Angelika sehen und verabschiedete sich. Ich ging wieder nach oben, sah dann plötzlich einen Rettungswagen mit Blaulicht an der Stelle, wo ich das Taxi vermutete. Ich schaute aus dem Fenster, sah eine Frau, die auf einer Liege abtransportiert wurde. Ich dachte, Angelika oder ihre Begleitung werden ins Krankenhaus gebracht. Am nächsten Tag habe ich Angelika W. und zwei Männer am defekten Auto getroffen. Ich war mit dem Hund spazieren. Als der Krankenwagen vor Ort war, habe ich Angelika W. noch einmal erkannt, daneben war eine Gestalt, männlich, komplett schwarz und ich dachte mir, das ist der Taxifahrer. Vermutlich war es aber Wilfried W.."

"Nochmal zurück zu dem Moment, als Angelika W. klingelte. Sie machte einen ganz normalen Eindruck auf mich. Sie knibbelte ein wenig an einem Zettel, den sie in der Hand hatte. Für mich war die Situation vollkommen normal. Auf dem Zettel stand irgendeine Telefonnummer drauf. Ich weiß nicht, ob es die Nummer eines Taxiunternehmens war."

UPDATE, 10.30 Uhr: Zuerst wurde eine Zeugin aus Petershagen gehört. Sie hatte Wilfried und Angelika W. im März 2016 einen alten Corsa verkauft, mit dem später das zweite Todesopfer, Susanne F., Richtung Bad Gandersheim transportiert wurde.

"Ich habe mich im Mai 2016 bei der Polizei gemeldet, nach dem Tod von Susanne F., um hier eine Aussage zu machen, die ich jetzt noch einmal wiederhole. Mein Mann schaute Anfang Mai abends Fernsehen, kam zu mir und fragte, wie die Frau hieß, die unser altes Auto gekauft hätte. Ich konnte ihm bestätigen, dass es genau die Frau war, die im Horrorhaus von Bosseborn zu Tode gekommen war."

"Zum Verkauf kann ich folgendes sagen: Im März hatten wir den Wagen per Internet inseriert, es tat sich aber nichts. Auf eine Zeitungsanzeige meldete sich dann Angelika W.. Wir vereinbarten einen Besichtigungstermin in Petershagen. Es war schon dunkel, als am späten Abend gegen 22 Uhr der jetzt Angeklagte, Wilfried W., die Angeklagte Angelika W. und eine weitere Frau (Susanne F. ) auf unseren Hof fuhren. Angelika besichtigte das Auto mit einer Taschenlampe, dann ging es weiter mit einer Probefahrt. Wilfried W. war sehr schweigsam, mit Angelika wechselte ich ein paar Worte. Die Angeklagte fuhr, ich saß neben ihr, hinten saßen Wilfried und seine Freundin (Susanne F.)."

"Angelika fuhr ziemlich risikobereit, sie hatte einen rasanten Fahrstil. Ich dachte immer nur: das arme Getriebe. Der Mann flüsterte hinten auf der Rücksitzbank mit seiner Freundin. Als wir wieder zuhause ankamen, stieg das Liebespaar aus ging ein Stück Richtung Laterne, umarmte und küsste sich hier. Mit Angelika wurde ich handelseinig, das Auto für 750 Euro zu verkaufen. Der Angeklagte machte auf mich einen sehr sympathischen Eindruck. Nachträglich schockt mich das natürlich. Im Gegensatz dazu macht Angelika W. einen eher verhärmten, verbitterten Eindruck."

"Später bei der Polizei wurde mir ein Bild von einer getöteten Frau gezeigt. Es war die Frau, die beim Autokauf mit dabei war. Es war Susanne F.. Während der Verkaufsverhandlungen hatte ich immer das Gefühl, dass Angelika W. in der Beziehung die Hosen anhatte."

UPDATE, 10.15 Uhr: Auf richterliche Anordnung darf heute nicht live aus der Sitzung berichtet werden. Die Anordnung wurde zur Eröffnung des Verhandlungstages vom Vorsitzenden Richter, Bernd Emminghaus, verlesen.

Ein Argument für das Verbot war, dass Zeugen, die heute geladen sind und draußen warten, bis sie aufgerufen werden, Informationen über den Live-Ticker lesen könnten, die ihre Aussage vielleicht beeinflussen.

Heute wird daher in den Verhandlungspausen über die wichtigsten Geschehnisse und Aussagen von Zeugen berichten.

Fotos: DPA

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