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Verstrickt sich Angelika W. in Widersprüche? Verhandlung geht weiter!

Der letzte Verhandlungstag im Höxter-Prozess für dieses Jahr steht kurz bevor. Heute sollen Widersprüche in Agelika W.s Aussage offengelegt werden.
Die Befragung von Angelika W. vorm Landgericht Paderborn geht weiter.
Die Befragung von Angelika W. vorm Landgericht Paderborn geht weiter.

Paderborn/Höxter - Im Prozess um die tödlichen Misshandlungen in einem Haus in Höxter soll am Dienstag die Befragung der Angeklagten fortgesetzt werden.

Die Richter am Paderborner Landgericht wollen am letzten Verhandlungstag in diesem Jahr die bisherige Aussage von Angelika W. (47) erneut auf Details abklopfen.

Auf diese Weise sollen mögliche Widersprüche zu ihren bisherigen Angaben bei der Polizei offengelegt werden.

Gemeinsam mit ihrem Ex-Mann Wilfried W. (46) soll Angelika W. jahrelang mehrere Frauen nach Ostwestfalen gelockt und sie anschließend schwer misshandelt haben. Zwei Frauen überlebten das Martyrium nicht.

Seit Oktober steht das Duo wegen zweifachen Mordes durch Unterlassen vor Gericht.

TAG24 berichtet ab neun Uhr im Live-Ticker vom Prozesstag in Paderborn.

Angelika W. belastet in ihren umfangreichen Aussagen nicht nur sich selbst, sondern auch ihren Ex-Mann Wilfried. Er schweigt immer noch beharrlich und will nicht aussagen. Allerdings rechnen Experten damit, dass ihm zeitnah der Kragen platzen wird, weil er plötzlich bei Angelika nicht mehr Herr des Geschehens ist. Sie spielt nun die Hauptrolle, belastet ihren Ex-Mann. Bislang schien Angelika W. sein Werkzeug zu sein, jetzt redet sie sich frei, ohne Rücksicht auf Verluste, und das scheint Wilfried W. langsam zum Kochen zu bringen.

Hier der Live-Ticker:

16.30 Uhr: Angelika W. führt die Details über die Fortführung ihrer Beziehung weiter aus: "Wenn er mir Aufgaben übertragen hat, wie Telefonieren oder Schreiben, war das für mich kein Liebesbeweis von Wilfried für mich, sondern einfach nur eine Last. Jeder fragt mich, warum ich bei ihm geblieben bin. Loyalität ist ein großer Punkt, außerdem habe ich ihm mein Wort gegeben, ich dachte, im Laufe der Zeit wäre das Zusammensein mit Wilfried machbar.

Ich habe nur auf die Abmachung bestanden, dass ich in Bosseborn wohnen bleiben kann, egal, mit welchen Frauen Wilfried zusammen ist. Mir war nur wichtig, mich einmal am Abend kurz in den Arm zu nehmen, noch nicht einmal ein Küsschen habe ich erwartet. Ich war über 17 Jahre gewohnt, über alles von ihm Bescheid zu wissen."

Die Gutachterin fragt Angelika W. nach einer Benotung ihrer 17 Jahre Partnerschaft mit Wilfried. Angelika sagt, wenn sie heute benoten würde, wäre das Zusammenleben eine 6 minus. Wäre sie vor einem Jahr gefragt worden, hätte sie als Note ein "Befriedigend" gegeben. Heute sei sie, Angelika W., wieder die, die es vor dem Kennenlernen von Wilfried gegeben habe. "Wilfried hat mich nicht gebraucht, er hat mich missbraucht."

Der Vorsitzende Richter Emminghaus hat die Sitzung geschlossen.

16.00 Uhr: Der nächste Verhandlungstag ist für Dienstag, 10. Januar 2017, terminiert, der letzte Termin liegt derzeit auf dem 4. April 2017. Doch wie eingangs der Verhandlung zu erfahren war, plant Richter Emminghaus den Prozess vermutlich bis Ende August.

Am 10 Januar werden vermutlich die ersten Zeugen vor Gericht aussagen. Hier werden wir sicherlich auch erfahren, in welcher Weise Wilfried W. an den Misshandlungen und Quälereien der Frauen, die sich auf dem kleinen Gehöft in Bosseborn aufgehalten haben, beteiligt hat. Bislang haben wir nur die Schilderungen von Angelika W. gehört.

Die psychiatrische Gutachterin von Angelika fragt, welche Eigenschaften so faszinierend waren. Angelika: "Als ich ihn kennenlernte, empfand ich ihn als fürsorglich und attraktiv. Doch kurz nach der Hochzeit war er nicht mehr fürsorglich. Da kümmert man sich heute in der Untersuchungshaft mehr um mich. Ich habe mich damals für ihn entschieden, weil er mir vermutlich etwas vorgegaukelt hat. Charakterlich hat er sich später ganz anders dargestellt. Aber ich wollte mich ihm gegenüber loyal verhalten und bin so bei ihm geblieben.

15.30 Uhr: "Annika hatte Probleme mit dem Laufen, sie ging immer ganz kippelig die Treppen hoch. Sie sollte mir Verbandszeug von oben nach unten ins Haus bringen. Da ist mir das immer aufgefallen. Wilfried sagte mir immer, oh, guck mal da, die markiert. Er dachte, sie spiele nur ihre körperlichen Beeinträchtigungen. Annika lag angekettet in der Wanne, weil sie sonst hätte abhauen können.

Sie sollte nicht frei beweglich sein, um durch das ganze Haus zu schleichen oder das Haus zu verlassen. Die Kleidungsstücke waren uringetränkt. Annika gab Pfötchen wie ein Hund, wenn ich ihr die Handschellen anlegte. Sie hat sich nie dagegen gesträubt."

Angelika W.: "Es sind aber keine Neuigkeiten zu erwarten. Ich bin los von Wilfried. Ich habe mich selbst bei meinen Aussagen reichlich belastet. Was ich noch zu berichten habe, sind nur weitere Details. Was mir heute wichtig ist, ist zu erzählen, wie Wilfried mich gequält hat. Das habe ich alles aufgeschrieben. In der Untersuchungshaft habe ich ja genug Zeit. Ich habe immer so gehandelt, wie es Wilfried von mir erwartete. Wenn ich agierte, hat Wilfried immer zugesehen, dass er nicht anwesend war.

Den Anfang der Auseinandersetzungen hat er natürlich immer mitbekommen. Er hat mich teilweise ermutigt, gegen Annika anzugehen. Das Haus war hellhörig, das Geschrei der Frauen hat er sicherlich mitbekommen. Er hat meine Quälereien auch oft genug mit seinem Handy gefilmt. Deswegen hat er ja wohl Kenntnis von dem gehabt, was ich gemacht habe. "

14.30 Uhr: Es werden immer noch Fragen von Richter Bernd Emminghaus für den Strafverteidiger Binder an Angelika W. gestellt. Sie sagt weiterhin aus: "Auf dem Dachboden lagen ungefähr 45.000 Euro in bar. Den Schlüssel hatte Wilfried für das Geldversteck. Bei der Polizei habe ich anfangs gesagt, dass es meine Idee war, Annika zu fesseln. Wilfried hat mir aber die Handschellen gegeben. Die Vernehmungsprotokolle sind teilweise etwas schief formuliert. Sie konnten vor mir nie gegengelesen werden und wurden so auch nicht von mir unterschrieben.

Zu den Handschellen: Die hat Wilfried besorgt, und er war beim Anlegen dabei. Das zweite Paar hat etwa 45 Euro gekostet, es war ein schummriger Laden in Schöttmar. In Wilfrieds Auftrag habe ich die Handschellen im Laden gekauft, Wilfried hatte mir Geld aus seiner Börse gegeben. Wilfried wartete im Auto."

Strafverteidiger Wüller erklärt, dass die Vernehmungen von Angelika teilweise bis zu 11 Stunden dauerten. Das es in den Protokollen zu einigen Ungenauigkeiten gekommen sei, sei mehr als verständlich. Angelika W. spricht weiter: "Ich war nie auf Annika eifersüchtig. Ich musste um jede kleine Aufmerksamkeit betteln. Mit Schrecken denke ich an Geburtstage oder Weihnachten."

14.00 Uhr: Angelika W.: "Wilfried hat oft genug mitbekommen, dass Annika mir an die Haare ging, und ich mich dann wehrte und ihr Büschel von Haaren ausriss. Von Wilfried gab es nie direkt Anweisungen. Er war anfangs immer dabei, wenn ich Annika angriff. Ich habe Annika Haare ausgerissen, weil es einfach war und ich es mit einer Hand machen konnte.

Die Regeln von Wilfried habe ich nicht immer eingehalten. Andere Frauen haben die Regeln durch Telefonate, Gespräche, stundenlang von mir beigebracht bekommen. Ich habe ihnen eine Gebrauchsanleitung für Wilfried gegeben. Neben der Hausarbeit, dem Besuch von Autohändlern, das Kümmern um seine Motorräder, musste ich mich auch noch persönlich um die neuen Frauen in Bosseborn kümmern, mit ihnen diskutieren.

Annika habe ich immer alles in Ruhe erklärt, habe es ihr sogar aufgeschrieben, was Wilfried erwartet, aber sie hat es nicht hinbekommen. Es gab mal eine Frau, Kati. Er hatte noch eine alte Wohnung, die Frau lernte er über Annonce kennen. Ich habe mich ganz herausgehalten. Irgendwann haben sich die beiden getroffen. Dann kam ich in Spiel, und ich musste Kati wieder die Spielregeln erklären. Wilfried beklagte sich dann immer, dass Kati telefonisch nicht zu erreichen sei.

Ich habe Kati irgendwann auch mal am Arm gepackt, sie hatte wieder nicht die Regeln eingehalten, und ihm zuliebe haben wir, Kati und ich, uns in die Haare bekommen. Ich habe sie geschubst, weil keine Antworten kamen. Ich wurde ungehalten. Wilfried war dabei, er hat mich nicht abgehalten, er hätte als starker Kerl dazwischen gehen können. Er hat sich das nur angeguckt, blieb ganz still."

12.15 Uhr: Vor der Mittagspause sagt Angelika W. noch aus, dass Annika am "letzten Lebensabend" nackt auf die Straße gelaufen sei und sich draußen auf den Boden gelegt habe. "Sie zog sich hoch, dann senkte ich meinen Arm nach unten, Annika verlor den Halt und knallte voller Wucht rückwärts auf den Boden."

12.00 Uhr: Weil Annika sich immer wieder "nass machte", sagt Angelika W. aus, habe sie die Frau in der Badewanne gefesselt, wo sie die Nächte habe verbringen müssen. Genau kann sie den Zeitraum nicht mehr benennen, vermutet aber, dass es sich um drei oder vier Wochen gehandelt habe, die Annika gefesselt im Keller verbrachte. Für die Badewanne habe Angelika ihr einen alten Pullover als Kopfkissenersatz gegeben. "Wenn ich sie an den Händen fesseln wollte, gab sie mir schon von alleine Pfötchen".

Später habe Annika wegen der vielen Verletzungen Probleme gehabt, die Treppe zu steigen. Angelika vermutet, dass neben den Wunden auch der Geschmacksverstärker Glutamat Schuld sein könnte, am sich verschlechternden Zustand von Annika. Das habe sie, so Angelika W., Annika unbemerkt ins Essen gemischt. Bei Wilfried hingegen habe sie sich das nicht getraut.

Nachbarn oder ein anderer Autofahrer hätten Annika einmal im Auto gesehen und die Polizei gerufen. Die habe sogar mit Annika gesprochen, sei aber wieder gegangen ohne weiteres zu unternehmen, erklärt die Angeklagte.

11.50 Uhr: Es geht wieder um Annika. Angelika erzählt, wie sie sie an die Heizung fesselten, so dass das Opfer nur auf dem Rücken liegen konnte. Unter ihr breitete sie eine alte Wachstischtuchdecke aus, damit der Teppich nicht durchnässt wurde, wenn sie mal wieder nicht auf Toilette konnte.

Weil sie immer mehr Druckstellen an den Handgelenken bekam, zog Angelika ihr Stulpen unter die Handschellen. Später fesselte sie Annikas Füße, da diese nicht mit den Ketten klappern sollte.

"Ich hatte große Diskussionen mit Wilfried wegen der Raschelei von Annika. Irgendwann habe ich sie oben getreten, habe meine Füsse auf ihren Bauch gestellt. Irgendwann konnte ich nicht mehr, jede Nacht das Theater", so die Angeklagte.

11.25 Uhr: Nach einer kurzen Pause geht es weiter. Fragen von Wilfrieds Verteidiger Detlev Binder prallen bei Angelika weiterhin ab und sie geht nicht darauf ein.

Die ausführlichen Aussagen von Angelika sorgen bei Wilfried für Kopfschütteln. Ab und an zeigt er ihr einen Vogel.

10.56 Uhr: Im weiteren Verlauf des Prozesses geht Angelika auf das erste Opfer (Annika) ein, dass sie laut eigener Aussage erst eingefroren, später zersägt und anschließend verbrannt hätten.

Mit ihr hatte Wilfried die Abmachung, dass sie ab 21 Uhr nichts mehr trank, da er nicht wollte, dass er durch das Aufstehen und zur Toilette gehen geweckt wird. Diese war mit der Regelung einverstanden.

Später wurde sie dann aber von Angelika und Wilfried angekettet, da sie vermuteten, dass sie heimlich am Wasserhahn trank.

10.40 Uhr: Angelika berichtet weiter, dass Wilfried sie manipuliert, erzogen und eingesperrt habe und sie all das in der Zelle niedergeschrieben hat.

Anfangs glaubte sie auch, dass sie Wilfried irgendwann mal draußen treffen würde, weswegen sie ihn in Schutz nahm.

10.24 Uhr: "Es wurde mir eine Plastiktüte von Wilfried über den Kopf gezogen, dann wurde ich mit Kissen und Decken zugedeckt. Ich bekam oft Panik, ich versuchte, ein Loch in die Plastiktüte zu bohren, ich hatte Todesangst. Aber ich versuchte, es auszuhalten. Ich bin damals vernommen worden, aber nicht alles wurde so niedergeschrieben, wie ich es gemeint habe. Ich wollte dem Vernehmungsbeamten aber nicht immer ins Wort fallen. Bei 'Decken-Alte' bin ich einmal auch ohnmächtig geworden. Er hat mich auch mit der Hand gewürgt.

Das 'humanste' war noch, wenn er ein Handtuch zusammenrollte und mich damit würgte. Dabei bin ich aber auch immer wieder umgekippt. Ich glaube, dass ich des Öfteren an der Schwelle zum Tod war. Auf die Verbrühungswunde, die ich notdürftig mit Folie abdeckte, hat er immer wieder geboxt oder mit einem Besenstiel oder Staubsaugerrohr draufgeschlagen. Er schmierte mir Blumenerde in die Wunde, verrieb sie, es waren höllische Schmerzen."

10.00 Uhr: "Ich bin nie zum Arzt gegangen. Mir wurde die Nase gebrochen. Ich habe immer gewollt, dass es durch meinen Mund zu keiner Anzeige gegen Wilfried kommt. Aussagen wollte ich, aber ich wollte Wilfried nicht belasten, was meine Misshandlungen durch ihn anbelangt. Als Susanne F. bei uns einzog hatte sie noch lange Haare. Ab und zu habe ich ihr im Streit Büschel Haare ausgezogen. Irgendwann konnte man das sehen. Irgendwann hat Susanne darum gebeten, ihre Haar mit der Schere kurz zu schneiden. Das sah aber auch nicht gut aus. Und dann haben wir sie ganz kurz geschnitten.

Zu meinem Arm: In der ersten Vernehmung habe ich ausgesagt, was ich vorher mit Wilfried abgesprochen hatte. Ich habe allen Leuten das mit dem Wasserkocher erzählt, der mir aus der Hand gefallen ist. Ich wollte Wilfried da rauslassen. Jeder hat mir die Geschichte geglaubt. Ich war bei einer Ärztin in Höxter. Sie hat sich länger mit mir unterhalten. Sie hatte damals spitzbekommen, dass ich versuchte, Wilfried immer rauszuhalten. Ich habe damals bei meiner ersten Aussage immer noch gedacht, wenn ich die Sache nicht anzeige, ist Wilfried aus der Sache raus."

9.47 Uhr: "Er hat mir nie das Urteil zu seiner damaligen Verurteilung gezeigt. Er hat alles verharmlost und die Schuld eher auf die damaligen Opfer geschoben."

Auf die Frage des Richters, wie es zu den Handgreiflichkeiten kam, antwortet Angelika:

"Er sagte immer, oh, ich werde nervös, er knibbelte mit den Augen, wenn ich keine Möglichkeit hatte, ihn zu beruhigen, zum Beispiel durch Sex, habe ich ihn teilweise mit Geld beruhigt, dass ich ihm gab. Ich erhielt es von meiner Mutter und gab es an Wilfried weiter. Und doch gab es immer wieder Schläge, oder 'Decken-Alte', ich wurde mit Decken und Kissen zugedeckt, und ich drohte zu ersticken. Es ist oft genug vorgekommen, ich lag auf dem Rücken, er hat sich auf mich gelegt, ich sollte ihn mit meinen kaputten Armen hochheben.

Ich war nassgeschwitzt, ich hatte Angst, weil ich keine Luft bekam. Das hat er immer wieder gemacht. Ich habe es mit Müh und Not geschafft, ihn vor mir wegzustemmen. Das habe ich bisher nicht gesagt. Mir fallen immer neue Sachen ein. Nach der Armverletzung 2011 ging das gar nicht mehr. Für Wilfried war das wieder eine Art der Bestrafung. Auf gemeinsamen Autofahrten deutete sich schon nach langen Diskussionen an, dass ich zuhause wieder misshandelt werden sollte. Ich hatte Angst, nach Hause zu fahren. Ich habe ihm oft gut zugeredet, habe ihm wieder Geld zugesteckt, um Wilfried zu beruhigen."

9.40 Uhr: Angelika W. spricht über die Vernehmung nach dem Haftbefehl und darüber, dass sie nicht wollte, dass Wilfried in den Knast kommt.

"Er hat mir damals gesagt, wenn er noch einmal wegen einer 'Alten' im Knast landet, würden schlimme Sachen passieren. Er drohte mit einem Baseballschläger, den er zu Hause hatte. Wilfried saß schon einmal im Gefängnis für mehr als drei Jahre. Damals wurde er wegen Misshandlungen von Frauen verurteilt. Warum er damals im Haft war, hat er mir auch falsch beschrieben. Er wäre wegen Fahrens ohne Führerschein im Knast gelandet. Das war, wie ich später erfuhr, gelogen."

9.32 Uhr: Detlev Binder, der Anwalt von Wilfried W. befragt nun Angelika W.. Er will wissen, warum sie anfangs die Unwahrheit gesagt hat. Strafverteidiger Peter Wüller, der Anwalt von Angelika W. erwidert, dass keine Fragen aus Wilfried W.'s Richtung beantwortet werden.

9.22 Uhr: Angelika W. nimmt zur ihrer Vernehmung bei Haftrichter Stellung am 28.04.2016 Stellung. Damals kam es nur zu dem Vorwurf der gemeinschaftlichen Tötung von Susanne F.. Der Tod von Annika aus dem Jahr 2014 war zu diesem Zeitpunkt noch nicht bekannt.

Vor dem Haftrichter sagt Angelika: "Auf dem Handy befinden sich Tonbandaufnahmen, dass das Opfer nicht zum Arzt wollte. Die Verletzungen im Gesicht hatte sich Susanne zugezogen, als sie auf einem Teppich ausgerutscht ist und vor einen Küchenschrank geknallt ist. Alle Verletzungen bei Susanne kommen nicht von Wilfried sondern von mir. Das habe ich damals so gesagt. Es stimmt aber nicht, dass sie vor den Küchenschrank gefallen ist. Einige Sachen habe ich gesagt, um Wilfried zu schützen. Vor der Festnahme habe ich stundenlang mit Wilfried gesprochen. Er hat noch über das Erbe gesprochen, dass eventuell auf ihn zukommt. Ich habe vorher im Internet geschaut, welche Strafen wir zu erwarten hätten, wenn alles rauskommt. Wir haben auch geschaut, in welches Land wir auswandern können."

9.17 Uhr: Mit etwas Verspätung startet der sechste Prozesstag. Richter Bernd Emminghaus gibt die weiteren Prozesstermine bekannt. Bis zum 4. April sind die Daten jetzt terminiert. Bis zum Frühsommer könnte sich der Prozess somit hinziehen.

Angelika W. mit ihrem Anwalt Peter Wüller.
Angelika W. mit ihrem Anwalt Peter Wüller.
Der Angeklagte Wilfried W. wartet zusammen mit seinem Anwalt Detlev Binder auf den Beginn des sechsten Prozesstages.
Der Angeklagte Wilfried W. wartet zusammen mit seinem Anwalt Detlev Binder auf den Beginn des sechsten Prozesstages.

Fotos: DPA

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