Brüderpaar verurteilt: Brutaler Messerstecher muss in den Knast

Die Spurensicherung und Mordkommission am Tatort.
Die Spurensicherung und Mordkommission am Tatort.

Paderborn - Der Prozess um die brutale Messerstecherei, von dem Abend am 24. Februar in Paderborn, ist beendet. Ein Angeklagter (20) erhielt eine zweieinhalb Jahre lange Gefängnisstrafe, der andere (18) eine Bewährungsstrafe.

Die Tatvorwürfe des versuchten Totschlags gegen die beiden armenischen Brüder, haben sich im Verlauf des Prozesses nicht bewahrheitet, so das Westfalen-Blatt. Dennoch wurden beide vor der Jugendkammer Paderborn verurteilt.

Begonnen hat die Auseinandersetzung zwischen dem armenischen und syrischen Brüderpaar am Westerntor, an dem der 18-jährige Angeklagte mit dem 19-jährigen Syrer aneinander geraten ist.

Resultat dieser Fehde war, dass der Syrer und sein älterer Bruder (23) mit Stichwunden vor dem Finanzamt lagen. Der 19-Jährige schwebte kurze Zeit in Lebensgefahr und konnte nur wegen einer Notoperation gerettet werden.

Auch wenn der Richter feststellte, dass beide Angeklagte die Opfer schwer verletzten, ging er nicht von einem vorsätzlichen Mordversuch aus, wohl aber die vollendete körperliche Körperverletzung.

Der 20-Jährige ging mit einem Taschenmesser auf die Syrer los, der kleiner Bruder verletzte ein Opfer mit einer scharfkantigen Spitze einer unbeabsichtigt zerbrochenen Plastikhantel.

Der Verteidiger des älteren Angeklagten forderte eine Bewährungsstrafe. Das Gericht folgte diesem Wunsch nicht: "Er hat das Messer gezogen um klarzustellen, wer hier das Sagen hat", betonte Richterin Margret Manthey, so das WB.

Zudem leide das Opfer heute noch an den lebensgefährlichen Verletzungen. Beiden Opfern wurden vom Gericht ein Schmerzensgeld in Höhe von 15.000 Euro bzw. 3500 Euro zugesprochen.

Die Polizei sperrte den Tatort ab.
Die Polizei sperrte den Tatort ab.

WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0