Senne als ideales Wolfsrevier! Wird das Raubtier hier wieder heimisch?

Der Schein trügt: So süß wie auf diesem Bild sind Wölfe bei einer Begegnung mit Menschen sicherlich nicht.
Der Schein trügt: So süß wie auf diesem Bild sind Wölfe bei einer Begegnung mit Menschen sicherlich nicht.

Paderborn - Die Senne wäre ein ideales Revier für ein Wolfsrudel, da sind sich Kenner einig. Wolfsexpertin Friederike Wolff - ja, sie heißt wirklich so - weiß, warum sich die Raubtiere hier wohl fühlen würden.

"Nordrhein-Westfalen ist Wolfserwartungsland", sagte die Wolfsexpertin in einer Sitzung des Beirats der unteren Landschaftsbehörde. Nach mehr als 200 Jahren belegen erste Sichtungen, dass er zurück in die Region kommen wird. Im Jahr 1804 wurde der letzte Wolf im Kreis Paderborn erschossen.

In ganz Deutschland gibt es mittlerweile wieder zwischen 200 und 300 Wölfe. Über die deutsch-polnische Grenze in Sachsen hat sich ihr Vorkommen bis in den Nordwesten ausgebreitet. In Münster leben bereits mehrere Rudel, die vom Truppenübungsplatz ausschwärmen, um neue Plätze für die Ansiedlung zu suchen.

Auch wenn in der Region keine Rudel unterwegs sind, werden trotzdem immer wieder einzelne Wölfe umherziehen. Erst im Frühjahr 2016 riss ein Wolf im Kreis Paderborn zwei Schafe und wurde bei Salzkotten von einem Feuerwehrwagen angefahren. Auch in Oelde hatte er drei tote Schafe hinterlassen. Die Expertin empfiehlt einen Elektrozaun, der Weidetiere vor Angriffen schützen soll.

Gefahr für den Menschen bestehe nicht. Die "Problemwölfe" seien als Welpen schon durch Futter an Menschen gewöhnt worden, möglicherweise, um süße Bilder mit den kleinen Raubtieren machen zu können.

Ob die Wölfe hier tatsächlich wieder heimisch werden, liegt ganz bei ihnen. Der Kreis Paderborn werde die Ansiedlung des Wolfes in der Region nämlich nicht fördern.


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0