Feine Nase: Nachbarin kommt mutmaßlichem Drogendealer auf die Spur

Jede Menge Drogen entdeckten die Fahnder bei dem 33-Jährigen. (Symbolbild)
Jede Menge Drogen entdeckten die Fahnder bei dem 33-Jährigen. (Symbolbild)  © 123RF

Paderborn - Die feine Nase einer Nachbarin sorgte dafür, dass ein 33-jähriger Mann aus Paderborn sich jetzt vor dem Paderborner Landgericht wegen Drogenhandels verantworten muss.

Der Frau war stets ein süßlicher Duft im Hausflur aufgefallen und die Tatsache, dass viele Personen nur ziemlich kurz bei dem Angeklagten blieben. Das kam der Nachbarin verdächtig vor, weswegen sie die Polizei alarmierte.

Im Juni 2017 nahmen die Beamten den 33-Jährigen schließlich hops. In seiner Wohnung entdeckten sie 1,3 Kilogramm Amphetamine, über 800 Gramm Koffein und eine Kundenliste mit den Namen zahlreicher Pillen-Abnehmer.

Auch ein junges Mädchen stand auf der Liste, die gegenüber der Polizei angab, schon seit ihrem 15. Lebensjahr illegale Pillen bei dem Angeklagten gekauft zu haben. Laut ihrer Beschreibung gehen die Ermittler davon aus, dass an einem Tag an dem sie bei dem mutmaßlicher Dealer war, rund 42 Kilogramm Amphetaminpaste lagerten.

Der 33-Jährige gab zu, dass er mit den Drogen gehandelt habe, aber das nur im Auftrag von zwei weiteren Männern getan habe. Er habe für das Verticken im Gegenzug Cannabis erhalten, das er dann selbst geraucht habe.

Bei dem Mann entdeckten die Fahnder zudem mehrere Schusswaffen, ein Beil und ein Schwert. Diese Waffen habe er sich nur angeschafft, weil er einmal zusammengeschlagen worden war, gab er laut Informationen der Neuen Westfälischen an.

Ob der Angeklagte die Wahrheit sagt, soll am 8. Februar das Gericht klären.

Titelfoto: 123RF


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