Dieser Schwimmer hat eine extreme Aufgabe vor sich

Paderborn - Eine große Aufgabe hat André Wiersig vor sich, denn der Paderborner Extremschwimmer wird zwischen dem 9. Juli und dem 13. Juli für die Oceans Seven Challenge durch die japanische Tsugaru Strait schwimmen.

Für sein Vorhaben trainiert André Wiersig auch gerne im Schwimmbad.
Für sein Vorhaben trainiert André Wiersig auch gerne im Schwimmbad.

Die Oceans Seven sind für Schwimmer das, was bei Bergsteigern die Seven Summits sind. Dabei müssen sieben Meeresengen auf insgesamt fünf Kontinenten durchschwommen werden.

Den Ärmelkanal (2014, 9 Stunden, 43 Minuten), den Kawai Channel (2015, 16 Stunden, 26 Minuten), den North Channel (2016, 12 Stunden, 17 Minuten) und den Santa Catalina Channel (2017, 9 Stunden, 48 Minuten) hat er bereits durchquert. Nun möchte er endlich seine fünfte Herausforderung meistern, die bisher nur 31 Menschen bewältigt haben.

An welchem genauen Termin er die Meerenge Tsugaru Strait, die zwischen den Inseln Honshu und Hokkaido liegt und 20 Kilometer breit ist, durchqueren kann, wird sich je nach Wetterlage entscheiden.

Die Durchquerung wird ungefähr zwischen neun und 15 Stunden dauern. Dabei stößt Wiersig auf einige Gefahren. Denn die Meerenge in Japan ist voll von Strömungen, Strudeln und Haien. Um den Extremschwimmer zu schützen, werden ihn während seines Vorhabens die ganze Zeit über zwei Boote begleiten.

Vier Meerengen hat der 46-Jährige schon durchschwommen.
Vier Meerengen hat der 46-Jährige schon durchschwommen.

Um kein größeres Risiko einzugehen wird er nachts mit dem Schwimmen starten, da sich so das Risiko von Haien angegriffen zu werden, minimiert. Während er durch die Meerenge schwimmt, wird er alle 30 Minuten über ein Netz mit Nahrung versorgt.

"Das Schwimmen im Ozean kann man mit dem Bahnziehen in einem Schwimmbad nicht vergleichen. Hier gibt es nie einen Rhythmus, dem man sich anpassen kann. Die Wellen klatschen immer gegeneinander und da muss ich dann durch", erklärte der 46-Jährige gegenüber der Neuen Westfälischen.

Ein kostengünstiges Unterfangen wird die Durchquerung für den zweifachen Familienvater nicht gerade.

"Die Japan-Reise kostet mit allem Drum und Dran rund 20.000 Euro, da ist es schon sehr hilfreich, wenn Unterstützung von Sponsoren kommt", erläuterte der Schwimmer.


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