Polizei-Entlastung: Unternehmen begleiten Schwertransporte

Windräder und ähnliches werden seit einem Monat von privaten Unternehmen begleitet. (Symbolbild)
Windräder und ähnliches werden seit einem Monat von privaten Unternehmen begleitet. (Symbolbild)  © dpa/123RF

Paderborn/Düsseldorf - Müssen Schwertransporte wirklich immer von der Polizei begleitet werden? Vor allem nachts gehen die Beamten dabei immer mehr an die Grenzen des Machbaren.

"Die Arbeitsraten der Kreispolizei Paderborn sind dadurch erheblich angestiegen und haben in NRW einen nahezu einmaligen Stand erreicht", sagt Ulrich Krawinkel, Sprecher der Kreispolizei Paderborn, in der Neuen Westfälischen.

Seit einem Monat gibt es dafür jetzt Entlastung: Paderborn ist der erste Kreis in der Region Ostwestfalen-Lippe, der sich an einem Pilotprojekt der Landesregierung beteiligt, bei dem die solche Schwertransporte durch private Unternehmen begleitet werden sollen.

"Seit Beginn des Projekts wurden 2750 Transporte durch private Unternehmen begleitet. Dabei ist es weder zu Unfällen noch zu anderen negativen Zwischenfällen gekommen", erklärt eine Sprecherin des Verkehrsministeriums. "Die Entlastung der Polizei ist also möglich, auch ohne die Verkehrssicherheit zu gefährden."

In der Regel werden die Transporte von vier Fahrzeugen begleitet, die an allen Fahrzeugseiten Verkehrsschilder haben. "Für jede Strecke und jede Verkehrssituation gibt es Regeln, denn private Unternehmen haben keinen Ermessensspielraum“, so Angie Reeh, Leiterin des Straßenverkehrsamts im Kreis Paderborn.

"Wir hoffen, dass wir in diesem Jahr erfahren, ob private Unternehmen auf der Strecke Schwertransporte begleiten dürfen", sagt Gabriele Mester vom Straßenverkehrsamt im Kreis Herford, die eine Strecke in Löhne im Blick hat.

Titelfoto: dpa/123RF


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