"Horror-Haus": Was bringt der Folterprozess noch ans Licht?

Wilfried W. (l.), sein Anwalt Detlev Binder, sowie die Angeklagte Angelika W. im Landgericht Paderborn.
Wilfried W. (l.), sein Anwalt Detlev Binder, sowie die Angeklagte Angelika W. im Landgericht Paderborn.  © DPA

Paderborn - Der Prozess um das sogenannte "Horror-Haus" von Höxter wird auch am Dienstag fortgesetzt. Über Jahre hinweg sollen die Angeklagten Angelika (48) und Wilfried W. (47) mehrere Frauen in ihr Haus gelockt und dort schwer misshandelt haben. Zwei Frauen starben infolge der Quälereien.

In der vergangenen Woche hatte der Oberstaatsanwalt Ralf Meyer seinen Vorwurf "Mord durch Unterlassen" nach einem Gutachten fallen gelassen: "Ich gehe im Fall von Anika W. nach dem Gutachten nur noch von einem versuchten Mord durch Unterlassen aus."

Zuvor hatte ein Gutachter erklärt, bei der 33 Jahre alten Anika W. aus Uslar in Niedersachsen lasse sich keine sichere Aussage zur Todesursache machen. Die Frau sei vermutlich aufgrund eines Schädelhirntraumas gestorben. Welche Verletzungen im Detail vorlagen, sei jedoch unklar.

Bei seiner Beurteilung habe er sich lediglich auf Fotos und zwei Videos stützen können, da die Leiche verschwunden ist. Die Angeklagte Angelika W. hatte im Prozess ausgesagt, sie und Wilfried W. hätten die Leiche der Frau nach und nach verbrannt (TAG24 berichtete).

Da am 28. Prozesstag nur Schreiben verlesen werden und die Verteidiger im Urlaub sind, wird dieses Mal nicht live berichtet. Ab dem 15. August geht es weiter mit dem Liveticker!

Titelfoto: DPA


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