Sprengstoff-Fund bei Paderborner Studenten: Planten sie eine Straftat?

Paderborn – Am Montag hat die Polizei bei der Durchsuchung einer Kellerwohnung in Paderborn-Sande große Mengen Chemikalien aufgefunden (TAG24 berichtete). Nun ermitteln die Beamten gegen zwei Studenten.

Mehrere Liter gefährliche Chemikalien fand man in der Wohnung des Studenten. (Symbolbild)
Mehrere Liter gefährliche Chemikalien fand man in der Wohnung des Studenten. (Symbolbild)

Als die Polizei am Dienstag im Rahmen der Ermittlungen gegen einen 20-jährigen Chemiestudenten das Mehrfamilienhaus an der Pappelallee aufsuchten, war dieser nicht anzutreffen. Bei der Durchsuchung seiner Räumlichkeiten stießen die Ermittler jedoch auf mehrere Liter unterschiedlicher Chemikalien.

Durch hinzugezogene Experten des Landeskriminalamts NRW wurde festgestellt, dass der Student aus den Chemikalien einen hochexplosiven Sprengstoff hergestellt hatte. Dieser wurde von den Experten in einem Steinbruch gesprengt und vernichtet.

Es gibt keine Hinweise darauf, dass der Student den Sprengstoff für eine bevorstehende Straftat nutzen wollte. Der gebürtige Wittener studiert an der Uni Paderborn und ist der Polizei wegen eines ähnlichen Delikts aus dem Jahr 2016 bereits bekannt.

Gegen ihn und einen zweiten Verdächtigen, einen 17-jährigen aus Büren, wurde ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts des Verstoßes gegen das Sprengstoffgesetz eingeleitet.

Bei der Durchsuchung der Wohnung des mutmaßlichen Mittäters am Dienstag fand die Polizei keine weiteren Selbstlaborate, dafür aber einige pyrotechnischen Gegenstände.


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