31-Jähriger fährt im Rausch neuen Freund seiner Frau an

Seinen Führerschein bekommt der 31-Jährige vorerst nicht wieder. (Symbolbild)
Seinen Führerschein bekommt der 31-Jährige vorerst nicht wieder. (Symbolbild)

Paderborn - In der Nacht zu Silvester im letzten Jahr raste ein 31-Jähriger mit Vollgas mit einem Auto auf den neuen Lebensgefährten seiner Frau zu (TAG24 berichtete). Jetzt wurde er verurteilt.

Das Gericht um Bernd Emminghaus befand den Mann schuldig im Sinne der Anklage - Versuchter Totschlag! Mit drei Jahren Gefängnis kam der Angeklagte aber noch glimpflich davon, das hatte zwei Gründe.

Einerseits sei der neue Freund nicht großartig verletzt und der 31-jährige Fahrer stark unter dem Einfluss von Alkohol gewesen. Doch noch wichtiger war dem Gericht, dass das 35-jährige Opfer keinen Wert auf eine harte Bestrafung legte.

"Der Geschädigte gab ein gewisses Mitverschulden zu, er sah ja fast bei sich selbst eine größere Schuld", wird der Vorsitzende in der Neuen Westfälischen zitiert. Der 35-Jährige selbst beschrieb den Mann, der ihn anfuhr, als "super Jungen".

Auch ein Gutachten bestätigte, dass es sich um einen minderschweren Fall handle, eine "Beziehungstat und Eifersuchtsgeschehen", die "typische Tat eines mittelschweren Rausches".

Seinen Führerschein wird der 31-Jährige so schnell nicht wiedersehen, weil er sein Auto als Waffe eingesetzt hat. Er habe sich aber bereits einer Selbsthilfegruppe angeschlossen, um Alkohol, Marihuana und Tabletten in Zukunft aus dem Weg zu gehen.


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