Pärchen bestellte fleißig im Internet, nur ...

Susann S. (45) finanzierte ihre Spielsucht durch Internetbetrug.
Susann S. (45) finanzierte ihre Spielsucht durch Internetbetrug.

Von Eric Hofmann

Dresden - Anderthalb Jahre bestellten Mario H. (44) und Susann S. (45) über das Internet. Das Problem dabei: Sie bezahlten nicht und nutzen falsche Namen. So landete das ehemalige Pärchen am Mittwoch auf der Anklagebank.

Quelle, H[&]M, Amazon - kaum ein Internetversand, bei dem Susann S. nicht zuschlug. 47 Mal kaufte sie online ein ohne zu bezahlen. Los ging alles mit ihrem damaligen Freund Mario.

„Er hat den Computer auf falschen Namen bestellt“, so die Arbeitslose. „Da habe ich mir das abgeschaut.“

Er gab den Betrug ebenfalls zu.

Doch dann legte seine Ex richtig los:

Mario H. (44) bestellte sich einen Computer auf falschen Namen.
Mario H. (44) bestellte sich einen Computer auf falschen Namen.

Ob Kontaktlinsen für 18,18 Euro, Pflanzen für 46,96 Euro oder ein Fruchtbarkeitstest für 114,90 Euro.

„Den Großteil habe ich sofort bei eBay verkauft“, verteidigt sich Susann. „Ich war spielsüchtig. Sobald das Geld da war, habe ich es verspielt.“

Dabei hob sie allerdings alle Belege auf: „Ich dachte, wenn ich einmal den großen Gewinn hole, kann ich alles zurückzahlen.“

Doch soweit kam es nicht - weil sie drei bezahlte eBay-Artikel nicht lieferte, durchsuchte die Polizei ihre Wohnung - kam dabei der Betrugsserie auf die Schliche.

Für sie gab es neun Monate Haft auf Bewährung, Mario muss 6000 Euro Strafe zahlen.

Fotos: Christian Suhrbier


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