Paketbombe unter Weihnachtsbaum: Polizei kämpft mit Fehlalarmen

Unerwartet früh zugestellte Weihnachtsgeschenk oder unerwartete Werbesendungen haben in der vergangenen Woche mehrfach Sprengstoffexperten auf den Plan gerufen.
Unerwartet früh zugestellte Weihnachtsgeschenk oder unerwartete Werbesendungen haben in der vergangenen Woche mehrfach Sprengstoffexperten auf den Plan gerufen.  © DPA/123RF (Bildmontage), (Symbolbild)

Potsdam/Berlin - Eine Paketbombe zu Weihnachten wünscht sich niemand. Umso sensibler reagieren vermehrt Kunden vor allem in Raum Berlin-Brandenburg auf ihre Lieferungen, die sonst so freundliche, aber mittlerweile ebenfalls verunsicherte Bote, überreichen.

Fehlalarme häufen sich, doch die Polizei ist aufgrund der akuten Bedrohungslage angehalten, jedem verdächtigen Geschenk nachzugehen. Die erhöhte Alarmbereitschaft in der Bevölkerung begrüßt die Polizei trotz der Fehlalarme und warnt weiter vor dem Öffnen verdächtiger Pakete.

Seit einer Apotheke in Potsdam in der Vorwoche Woche eine Paketbombe zugestellt worden sei, gab es einen Anstieg der Fehlalarme, sagte ein Polizeisprecher in der Nacht zum Donnerstag.

Auch in anderen Regionen Deutschlands stieg die Alarmbereitschaft, wie ein Beispiel vom Nikolaustag im rheinland-pfälzischen Cochem an der Mosel zeigt. Wegen eines Nikolauspakets ohne Absender hatte der Empfänger die Polizei gerufen - die aus Sicherheitsgründen kurzerhand den Marktplatz evakuieren ließ und Sprengstoffexperten des Landeskriminalamts herbeirief.

Die Evakuierung wurde schließlich aufgehoben, nachdem der Empfänger das Paket selbst geöffnet hatte.

Der unbekannte Erpresser hatte Anfang November bereits eine Paketbombe an einen Online-Versandhändler in Frankfurt (Oder) geschickt. In einem verschlüsselten Schreiben wurde DHL zur Zahlung einer Geldsumme in Höhe von mehreren Millionen Euro aufgefordert.

Titelfoto: DPA/123RF (Bildmontage), (Symbolbild)


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