Paketbomben: Soko "Luise" stockt Fahnder auf, führen erste Hinweise zu DHL-Erpresser?

Ein DHL-Mitarbeiter steht vor der DHL-Paketstation an der Potsdamer Kantstraße Ecke Roseggerstraße, in der eine Paketbombe aufgegeben wurde.
Ein DHL-Mitarbeiter steht vor der DHL-Paketstation an der Potsdamer Kantstraße Ecke Roseggerstraße, in der eine Paketbombe aufgegeben wurde.  © DPA

Potsdam - Bei der Fahndung nach dem DHL-Erpresser hat die Potsdamer Polizei bereits zwei Dutzend Hinweise erhalten. Eine heiße Spur sei aber noch nicht darunter, teilte ein Polizeisprecher am Montag mit.

Die Sonderkommission "Luise" wurde auf inzwischen rund 50 Mitarbeiter aufgestockt. Zudem arbeitet die Polizei eng mit der DHL zusammen.

Am Sonntag hatte die Polizei Hinweise auf die Person erbeten, die am Donnerstagmorgen die am Tag darauf in eine Potsdamer Apotheke gelieferte Paketbombe in eine Potsdamer Packstation legte.

Die Polizei geht davon aus, dass die bereits Anfang November verschickte erste Paketbombe des oder der Täter in Berlin aufgegeben wurde. Sie war an einen Online-Versandhändler in Frankfurt (Oder) geschickt worden. Dort geriet sie beim Öffnen in Brand.

Der Absender der Bomben fordert von der DHL einen Millionenbetrag und droht andernfalls mit weiteren Sendungen, wie er in einem Brief in der Potsdamer Paketbombe schrieb.

Brandenburgs Innenminister Karl-Heinz Schröter (63, SPD) hatte am Vortag die Bevölkerung gebeten, beim Empfang von verdächtigen Paketen sehr vorsichtig zu sein und im Zweifel die Polizei zu informieren.

Die Paketbomben könnten zu schwersten Verletzungen oder sogar zum Tod führen.

Titelfoto: DPA


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