Münchner Unternehmer-Familie stirbt bei Heli-Absturz auf Mallorca

Palma/München - Unter den Todesopfern des Helikopter-Absturzes am Sonntagabend auf Mallorca, soll auch eine Unternehmer-Familie aus München sein.

Beim Zusammenstoß eines Hubschraubers mit einem Kleinflugzeug auf der spanischen Urlaubsinsel Mallorca sind am Sonntag sieben Menschen ums Leben gekommen
Beim Zusammenstoß eines Hubschraubers mit einem Kleinflugzeug auf der spanischen Urlaubsinsel Mallorca sind am Sonntag sieben Menschen ums Leben gekommen  © Uncredited/Incendios f.Baleares/AP/dpa

Bei dem tragischen Unglück prallten am Sonntagmittag ein Kleinflugzeug und ein Hubschrauber zusammen (TAG24 berichtete). Alle Insassen kamen dabei ums Leben, darunter vier Deutsche, das bestätigte inzwischen auch das Auswärtige Amt.

Bei den deutschen Opfern handelt es sich verschiedenen Medienberichten, darunter "Diario de Mallorca", zufolge um eine Familie aus München.

Nach Informationen der "Bild"-Zeitung seien das August Inselkammer jr., seine Frau Christina und ihre beiden Kinder, ein Sohn und eine Tochter (11 und 9). Inselkammer jr. war Chef des Fertighaus-Herstellers "Isartaler Holzhaus". Dem Unternehmen gehörte auch der Hubschrauber vom Typ Bell 206 L3 LongRanger.

Die Familie habe bereits einen schweren Schicksalsschlag hinter sich: Vor fünf Jahren starb der Mitinhaber der Augustiner-Brauerei, Jannik Inselkammer (†45), in Kanada beim Heliboarding, als er von einer Lawine verschüttet wurde.

Bei dem Drama am Sonntag startete die Familie Inselkammer kurz nach 10 Uhr am Flughafen Son Bonet und legte noch einen Stop am Luxus-Restaurant La Reserva Rotana bei Manacor ein, berichtet "Bild". Kurz nach dem Start zum Weiterflug nach Camp de Mar passierte der schreckliche Unfall.

Eigentlich wollte August Inselkammer jr. an diesem Tag seinen Geburtstag dort feiern.

Update 12.10 Uhr: Landeskriminalamt bestätigt den Tod der oberbayerischen Familie

Bei den vier Deutschen, die bei einem Unfall mit einem Hubschrauber auf Mallorca gestorben sind, handelt es sich um eine Familie mit Wohnsitzen in den Landkreisen München und Bad Tölz-Wolfratshausen.

In dem Helikopter, der am Sonntag nahe der Stadt Inca im Inneren der Mittelmeerinsel mit einem Kleinflugzeug kollidiert war, befanden sich ein Ehepaar im Alter von 43 und 41 Jahren sowie dessen elfjähriger Sohn und neunjährige Tochter, wie ein Sprecher des Bayerischen Landeskriminalamts am Montag mitteilte.

Anwohner versuchten, das Feuer zu löschen

Teile des Helikopters stürzten auch auf eine alte Landstraße bei Inca.
Teile des Helikopters stürzten auch auf eine alte Landstraße bei Inca.  © Uncredited/Incendios f.Baleares/AP/dpa

Auch die deutsche Firma "Rotorflug Helicopters" bestätigte mittlerweile den tödlichen Absturz eines ihrer Hubschrauber. "Die Unfallursache ist noch völlig unklar", teilte das Unternehmen mit Hauptsitz in Friedrichsdorf bei Frankfurt/Main mit.

Das Luftfahrt-Bundesamt sowie das Bundesamt für Flugunfalluntersuchung wurden bereits durch die Rotorflug informiert. Die Behörden nehmen die Ermittlungen auf. Rotorflug bietet laut Webseite Rundflüge über Mallorca an.

Unter den Bewohnern der Region herrscht indes Bestürzung, berichtete das "Diario de Mallorca". Ein Mann erzählte, er habe einen "schrecklichen Knall" gehört.

Mehrere Menschen seien anschließend zur Unglücksstelle gelaufen und begannen, die Flammen zu löschen, bevor die Rettungsdienste eintrafen. Für die Verunglückten konnte jedoch nichts mehr getan werden.

Titelfoto: Uncredited/Incendios f.Baleares/AP/dpa

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