Krimi in Schwerin! Dresdner SC verliert 2:3 nach 2:0-Führung

Schwerin - Der Ost-Klassiker im Frauen-Volleyball hatte es einmal mehr in sich. Der ersatzgeschwächte Pokalsieger DSC führte beim Bundesliga-Spitzenreiter Schweriner SC vor 2100 Zuschauern in der ausverkauften Palmberg Arena überraschend mit 2:0, musste sich aber nach einer heißen Schlacht am Netz und insgesamt 117 Minuten noch mit 2:3 geschlagen geben.

Das Team war sichtlich geknickt nach dem Spiel.
Das Team war sichtlich geknickt nach dem Spiel.  © Dietmar Albrecht/Sportfoto Albrecht

Beide Teams gingen gebeutelt in das Duell. Bei den Dresdnerinnen fehlten neben Ivana Mrdak (Thrombose in der Schulter) die von der Infekt-Welle heimgesuchten Camilla Weitzel und Emma Cyris.

Die Schwerinerinnen, die wie der DSC in der Woche im Europacup unterwegs waren, hatten aus Belgien kommend noch elf Stunden Busfahrt vom Vortag in den Knochen.

Müde sah auch das aus, was die Gastgeberinnen zu Beginn zeigten. Sie schwächelten in der Annahme, machten in Aufschlag und Angriff einige Fehler.

Der DSC spielte dagegen mutig auf, punktete fleißig über seine Topscorerin Milica Kubura (24 Punkte) sowie über Lena Stigrot (12) und gewann die ersten beiden Sätze mit 25:21 und 25:19.

Im dritten Durchgang führte die Mannschaft von Chefcoach Alex Waibl 9:5 und 12:9. Doch mit der Einwechslung von Nationalspielerin und Wintereinkauf Louisa Lippmann, die eigentlich wegen Rückenproblemen geschont werden sollte, gewann Schwerin allmählich Oberwasser und schaffte die Wende.

Die Dresdnerinnen verloren den dritten und vierten Akt (20:25, 23:25). Der Krimi ging in den Tiebreak, in dem beim DSC nach monatelanger Krankheitspause Zuspielerin Mareen von Römer zu ihrem Comeback kam.

Der DSC musste sich im fünften Satz mit einer Roten Karte in der Schlussphase 12:15 geschlagen geben, wurde für seinen couragierten und starken Auftritt aber zumindest mit einem Punkt belohnt.

Milica Kubura brachte dem DSC heute die meisten Punkte ein.
Milica Kubura brachte dem DSC heute die meisten Punkte ein.  © Dietmar Albrecht/Sportfoto Albrecht

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