Panzerfahrzeug für 1,2 Millionen: Erster "Survivor R" in NRW zum Einsatz bereit

Essen - Es soll bestmöglichen Schutz im Kampf gegen schwer bewaffnete Terroristen und Rocker-Banden bieten: Fortan erweitert das Panzerfahrzeug "Survivor R" den Fahrzeugpark der Sondereinsatzkommandos in Nordrhein-Westfalen.

"Der Surivor R" soll vor allem im Kampf gegen Terroristen und Rocker-Banden eingesetzt werden.
"Der Surivor R" soll vor allem im Kampf gegen Terroristen und Rocker-Banden eingesetzt werden.  © Jan Ohmen

In NRW ist es das erste Fahrzeug seines Typs, in Sachsen und Berlin sind Einheiten bereits mit solchen Fahrzeugen ausgestattet.

Das 17,5 Tonnen schwere Fahrzeug des Herstellers Rheinmetall kostet samt Sonderausstattung rund 1,2 Millionen Euro und ersetzt den alten, aus dem Jahr 1979 stammenden Vorgänger. Dieser genügte heutigen Einsatzansprüchen nicht mehr.

Welche Extras das Fahrzeug dem Einsatzkommando genau bietet, soll der Öffentlichkeit aus sicherheitsrelevanten Gründen nicht preisgegeben werden, hieß es im Innenministerium.

Eine Planung für die Ausstattung mit weiteren Fahrzeugen diesen Typs gebe es derzeit nicht, sagte ein Sprecher des Innenministeriums anlässlich der Vorstellung am Montag in Essen. Auch sei kein Einsatz mit dem Fahrzeug geplant, es stehe "auf Abruf" bereit.

"Survivor R" schützt vor atomaren, biologischen und chemischen Kampfstoffen

Das "Survivor R" verfügt über einen 340 PS starken Motor, ist teilweise vergittert und gegen Minen und Sprengsätze mit einer Kabine aus Panzerstahl geschützt.

Es kann eine Geschwindigkeit von bis zu 100 km/h erreichen.

Zudem verfügt das Fahrzeug über geschützte Reifen und eine Schutzbelüftungs-Anlage gegen atomare, biologische und chemische Kampfstoffe.

Für die SEKs in Nordrhein-Westfalen steht das Panzerfahrzeug nun auf Abruf bereit.
Für die SEKs in Nordrhein-Westfalen steht das Panzerfahrzeug nun auf Abruf bereit.  © Jan Ohmen

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