Olympiakos Piräus in der Krise: Griechischer Serienmeister abgehängt!

Saloniki - Olympiakos Piräus ist nicht länger die Nummer eins im griechischen Fußball! Mittlerweile hat PAOK Thessaloniki dem Dauermeister den Rang abgelaufen.

Der Ex-Wolfsburger Vierinha ist mittlerweile Kapitän bei PAOK Thessaloniki. Sein Treffer zum 1:0 im Spitzenspiel gegen Olympiakos Piräus war der Dosenöffner.
Der Ex-Wolfsburger Vierinha ist mittlerweile Kapitän bei PAOK Thessaloniki. Sein Treffer zum 1:0 im Spitzenspiel gegen Olympiakos Piräus war der Dosenöffner.  © Imago

Dabei hat Piräus seit der Saison 1996/97 nur drei Mal nicht die griechische Meisterschaft gewonnen!

Diese Eintönigkeit an der Spitze wurde allerdings schon in der vergangenen Spielzeit durchbrochen: Denn damals holte sich etwas überraschend AEK Athen die Schale.

PAOK wurde Zweiter und Olympiakos nach einer Seuchensaison gar nur Dritter, was Clubbesitzer Vangelis Marinakis rasend machte.

Der polarisierende Chef sorgte mit drastischen Aussagen laut der BBC für Aufsehen: "Ich werde Olympiakos vom Start weg wieder aufbauen und das Team wird zu jenem werden, von dem wir träumen. Der Rest der Fans und ich haben euch lange genug toleriert", wurde Marinakis zitiert, wollte einen Großteil der Spieler in den Urlaub schicken und die Mannschaft mit 400.000 Euro Strafe belegen.

Und der 51-Jährige wütete weiter: "Die Jugendteams leben mit den Basics. Sie lieben Olympiakos und die Fans viel mehr als ihr. Ihr denkt nur an die schönen Häuser, in denen ihr wohnt und eure Autos – aber nicht ans Team. Ich habe euch Millionen gezahlt, damit ihr alles habt. Nach euren Leistungen habe ich drei Coaches entlassen. Aber am Ende sieht es so aus, als wärt ihr der Fehler gewesen."

Doch auch nach diesem Wutausbruch änderte sich bei Piräus wenig. Der Kader wurde zu dieser Saison runderneuert, viele Spieler der schwachen Saison mussten gehen, wie beispielsweise auch der "deutsche Messi" Marko Marin, der mittlerweile bei Roter Stern Belgrad in Serbien aktiv ist.

Olympiakos Piräus verlor das vorentscheidende Spitzenspiel bei PAOK Thessaloniki mit 1:3.
Olympiakos Piräus verlor das vorentscheidende Spitzenspiel bei PAOK Thessaloniki mit 1:3.  © Imago

Diese radikale Runderneuerung brachte den Verein aber auch nicht wieder in die Spur.

In dieser Spielzeit hat Piräus um den früheren Lauterer Kostas Fortounis, der mittlerweile der Kapitän der Mannschaft ist, zwar den letztjährigen Meister AEK wieder in den Griff bekommen und ist vor den Athenern, doch PAOK ist momentan zu stark.

Das wurde auch am Wochenende deutlich, als das direkte Aufeinandertreffen in Thessaloniki stattfand.

Im vorentscheidenden Duell um die Meisterschaft ging PAOK durch den früheren Bundesliga-Profi Vierinha (VfL Wolfsburg) bereits in der dritten Minute in Führung, die Diego Biseswar ausbaute (19. Minute), ehe Chuba Akpom sogar noch auf 3:0 erhöhte (82.). Piräus gelang durch das 1:3 von Daniel Podence nur noch Ergebniskosmetik (87.).

Durch diesen wichtigen Sieg hat PAOK nun nach 20 Spielen bereits neun Punkte Vorsprung auf Olympiakos.

Immerhin sorgte Piräus in der Europa League für Aufsehen und sicherte sich das Weiterkommen am letzten Spieltag durch einen überraschenden 3:1-Sieg gegen den AC Mailand, der damit bereits in der Gruppenphase die Segel streichen musste. In der Zwischenrunde wartet auf Olympiakos mit Dynamo Kiew ein schlagbarer Gegner.

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