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Wie sich Pappritz gegen ein Asylheim wehrt

Dresden - Seit März wohnen plötzlich mehr Leute in Pappritz. Mittlerweile haben rund 60 Asylbewerber ein ehemaliges Hotel bezogen, doch bereits vorher gab es Widerstand gegen das Heim. Wird Pappritz zum gespaltenen Ort?
In diesem ehemaligen Pappritzer Hotel leben jetzt Asylbewerber.
In diesem ehemaligen Pappritzer Hotel leben jetzt Asylbewerber.

Von Eric Hofmann

Dresden - Seit März wohnen plötzlich mehr Leute in Pappritz, einer beschaulichen Ortschaft am Rande von Dresden: Mittlerweile haben rund 60 Asylbewerber ein ehemaliges Hotel bezogen, doch bereits vorher gab es Widerstand gegen das Heim.

Jetzt wollen einige Pappritzer gegen die Unterbringung klagen (MOPO24 berichtete). Andere heißen sie wiederum willkommen. Wird nun auch Pappritz zum gespaltenen Ort?

Knapp 2000 Einwohner leben in dem eingemeindeten Dörfchen bei Dresden: Doch seit Ende 2014 ist der Dorffrieden gestört - da wurde klar, dass ein Hotel an der Wachwitzer Höhe zum Asylbewerberheim werden soll - prompt gründete sich eine Bürgerinitiative.

Ex-Polizist Klaus Radon (73) hat Geld für die Klage gegen das Heim gespendet.
Ex-Polizist Klaus Radon (73) hat Geld für die Klage gegen das Heim gespendet.

„Wir vertreten rund 600 Pappritzer“, sagt ein Sprecher der Initiative. „Es geht uns aber nicht um die Flüchtlinge, wir halten den Standort mitten im Wohngebiet für ungeeignet.“

So klagen die Bürger jetzt gegen die Umbaugenehmigung vom Hotel zum Heim, unter anderem wegen Lärm und Brandschutz.

Ex-Polizist und Heimnachbar Klaus Radon (73) hat Geld für die Klage gespendet: „Das Heim darf nicht dauerhaft dort bleiben“, sagt er MOPO24.

„Dort gibt es doch gar nicht genug Platz, wie ein Gefängnis ist es darin. Außerdem hat uns keiner darüber informiert und keiner weiß mehr, ob das nun wirklich Flüchtlinge aus Krisenländern sind.“

Anders sieht es Gebhard Ruess (54), der sich auch im Verein „Willkommen im Hochland“ engagiert. „Ich will nicht sagen, dass mit dem Heim alles problemlos läuft“, sagt er.

Dorjan Gashi (26) hat mal im Pappritzer Heim gewohnt, kommt noch zum Deutschlernen her.
Dorjan Gashi (26) hat mal im Pappritzer Heim gewohnt, kommt noch zum Deutschlernen her.

„Natürlich wird es manchmal lauter, wenn so viele Menschen auf engem Raum leben. Auch Schlägereien gab es schon, aber eine erhöhte Kriminalität gibt es nicht und ich sehe zuerst den Menschen.“

Der Verein organisiert Sportveranstaltungen, Deutschkurse und Freizeit für die Asylbewerber. Offenbar ein Konzept mit Wirkung.

„Es ist das ruhigste Asylheim, das ich kenne“, sagt Ingrid Blankenburg (61), Regionalkoordinatorin für die Sozialarbeiter.

Auch Ex-Bewohner Dorjan Gashi (26) aus Albanien kommt immer noch zum Deutschlernen nach Pappritz, hat nur ein Problem: „Man wird hier oft sehr skeptisch angesehen.“

Doch Übergriffe gab es bisher keine. Auch grüßen sich Gegner, Befürworter und Bewohner des Heims nach wie vor friedlich auf der Straße...

Pappritz zeigt wie's geht!

Ein Kommentar von Eric Hofmann

Man hätte es ja kaum für möglich gehalten: In der Provinz wird aus einem Hotel ein Asylbewerberheim und es passiert - nichts! Keine fliegenden Böller, keine Hitlergrüße, Baseballschläger-Attacken und auch schwarze Blöcke von ganz links wurden noch nicht gesehen.

Lediglich bei einem „Tag der offenen Tür“ wurde der Ton rauer und trotzdem: Die Mitglieder der Pappritzer Bürgerinitiative gegen das Heim und die Befürworter reden miteinander. Ruhig, zivilisiert und meist sachlich.

Sicherlich hängt es damit zusammen, dass in den Einfamilienhäuschen zum Großteil Dresdner mit höherer Bildung leben, denen ungeachtet ihrer politischen Ansichten, Krakeelereien wie oben beschrieben fernliegen.

Aber noch wichtiger ist, dass die Pappritzer keine blauäugigen Utopien pflegen: Offen reden auch Heimbefürworter darüber, dass es Schlägereien im Heim gibt. Auf der anderen Seite geben Vertreter der Bürgerinitiative zu, dass ihre Ängste schlimmer als die jetzige Realität waren. So bleiben Brücken zwischen den Lagern.

Mag der eine von Rassismus reden, der andere von Gutgläubigkeit - wenigstens kam es bis jetzt nicht zu Gewalt. Tolles Beispiel!

Fotos: Norbert Neumann, Thomas Thürpe

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