"Reden, die denen Hitlers ähneln!" Papst Franziskus besorgt angesichts des Nationalismus in Italien

Rom - Papst Franziskus macht sich als Oberhaupt der Katholischen Kirche auch um das Thema Politik so seine Gedanken. In einem Interview berichtet der 82-Jährige, dass er sich deswegen große Sorgen macht.

Der Vize-Regierungschef und italienische Innenminister Matteo Salvini (46).
Der Vize-Regierungschef und italienische Innenminister Matteo Salvini (46).  © Mourad Balti Touati/LaPresse via ZUMA Press/dpa

Im Hinterkopf hat er dabei den Extremisten Matteo Salvini (46) mit seiner Parole namens "Italiener zuerst".

Salvini hatte am Donnerstag vorgezogene Wahlen in Italien und gleichzeitig eine "'souveräne' rechte Front gefordert, berichtet die Daily Mail, die sich dabei auf ein Interview des Papsts beruft, das am Freitag in La Stampa veröffentlicht wurde.

Der Geistliche findet, dass die von Salvini geforderte Souveränität zu sehr eine Politik der Isolation einnehme.

Dadurch werden bei Papst Franziskus Erinnerungen an den Aufstieg des Nationalsozialismus in den 1930er Jahren in Deutschland wach.

"Ich mache mir Sorgen, weil wir Reden hören, die denen Hitlers von 1934 ähneln", so der Argentinier, der in seiner Heimat ebenfalls Jahre rechter Diktatur erlebte.

Besonders dass das Wort "Wir", vor allem im Zusammenhang mit "Wir zuerst" so oft fällt, macht dem Papst ein wenig Angst.

"Souveränität ist eine Übertreibung, die immer schlecht endet: Sie führt zum Krieg", denkt der Pontifex Maximus auch daran, was durch eine solch politische Entwicklung passieren kann.

Mit der Aussage "[...], auch die Beziehungen zu anderen Ländern und zur Europäischen Gemeinschaft müssen geschützt und gefördert werden", macht Papst Franziskus klar, welchen politischen Weg er für Italien beziehungsweise in Europa vorschlägt.

Papst Franziskus winkt von einem Fenster über dem Petersplatz während des Angelus-Gebets am Mittag.
Papst Franziskus winkt von einem Fenster über dem Petersplatz während des Angelus-Gebets am Mittag.  © Gregorio Borgia/AP/dpa

Mehr zum Thema Kino & Film News:


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0