Während die Kinder friedlich schlummerten: Heimlicher Raucher legte im Indianerdorf Feuer

Papstdorf - Kurz vor Ostern hätte es ganz schnell zu einer Katastrophe kommen können: Denn nachts brach im Kinder- und Jugenddorf "Erna" in Papstdorf ein Feuer aus.

Vereins-Chefin Gesine Witt (60) ist erleichtert, dass eine Katastrophe noch verhindert wurde.
Vereins-Chefin Gesine Witt (60) ist erleichtert, dass eine Katastrophe noch verhindert wurde.  © Marko Förster

Mitten im Wald der Sächsischen Schweiz gibt es eine kleine Prärie: In der Ferienanlage steht ein Indianerdorf mit Tipis. Um die herum haben Kinder und Jugendliche eine Benjeshecke errichtet. Das sind lauter Äste, aus denen irgendwann einmal Pflanzen wachsen sollen. Eigentlich.

"Vermutlich hat ein Kind heimlich geraucht und dann die Kippe dort hineingeworfen", sagt Vereins-Chefin Gesine Witt (60). "So etwas kann auch erst Stunden später zum Feuer führen."

Und so brach kurz nach vier Uhr plötzlich der Brand aus. "Die Kinder haben friedlich geschlafen, es gab auch keine Verletzten", so Witt. "Gott sei Dank war die Feuerwehr so schnell da, sonst hätten wir einen richtigen Waldbrand gehabt, von dem 50 Meter entfernten Gastank will ich gar nicht erst reden."

Rund 35 Kameraden rückten an. "Es gab vor Ort Löschwasserzisternen", sagt Gohrischs Feuerwehrsprecher Max Hamisch (29).

"Trotzdem mussten wir erst mal eine Wegstrecke legen, fuhren dann einen großflächigen Schaumangriff." Nach vier Stunden war das Feuer gelöscht. Von den Kindern gestand übrigens niemand, der heimliche Raucher gewesen zu sein ... eho

Von der Hecke blieb beim Indianerdorf nicht mehr viel übrig.
Von der Hecke blieb beim Indianerdorf nicht mehr viel übrig.  © Marko Förster
Mitten in der Nacht brannte es plötzlich lichterloh.
Mitten in der Nacht brannte es plötzlich lichterloh.  © Feuerwehr Kleinhennersdorf

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