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"Parasite": Dieser Film übt deutliche Gesellschaftskritik

Parasite startet am 17. Oktober in den deutschen Kinos

Gesellschaftskritik! Der preisgekrönte südkoreanische Film Parasite (Goldene Palme in Cannes) von Joon Ho Bong startet am 17. Oktober in den deutschen Kinos.

Von Stefan Bröhl

Dresden - Krasser Film! Das preisgekrönte südkoreanische Familiendrama "Parasite" von Regisseur Joon Ho Bong ("Snowpiercer") startet am 17. Oktober in den deutschen Kinos.

Die Familie Kim schlägt sich mit Gelegenheitsjobs durch, bis Ki-woo (l., Woo-sik Choi) Glück hat und bei reichen Leuten den Fuß in die Tür bekommt.
Die Familie Kim schlägt sich mit Gelegenheitsjobs durch, bis Ki-woo (l., Woo-sik Choi) Glück hat und bei reichen Leuten den Fuß in die Tür bekommt.

Im Mittelpunkt stehen zwei Familien, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Auf der einen Seite die Kims, die arbeitslos sind und bestenfalls mal Gelegenheitsjobs wie das Falten von Pizza-Kartons an Land ziehen können.

Sie wohnen in einem heruntergekommenen Kellergeschoss und haben nur in der hintersten Ecke ihres Badezimmers WLAN-Empfang - geklaut von Nachbarn, die kein Passwort benutzen.

Auf der anderen Seite die Parks, die in einer Luxus-Villa wohnen und zur Oberschicht gehören.

Dank der Empfehlung eines guten Freundes bekommt Kim Ki-woo (Woo-sik Choi) einen Fuß in die Tür und darf Park Da-hye (Jung Ziso) in Englisch unterrichten.

Deren naive und freundliche Mutter Park Yeon-kyo (Yeo-jeong Jo) ist begeistert und schwört auf Empfehlungen - auch die von Ki-woo.

So sorgt er mit einem geschickten Lügenkonstrukt dafür, dass auch seine Schwester Kim Ki-jung (So-dam Park) eingestellt wird. Und das ist noch lange nicht das Ende der Fahnenstange...

Die Kontraste zwischen Arm und Reich werden in "Parasite" hervorgehoben

Krasse Kontraste: Während die Kims in einer ärmlichen Behausung wohnen, leben die Parks in einer Luxusvilla.
Krasse Kontraste: Während die Kims in einer ärmlichen Behausung wohnen, leben die Parks in einer Luxusvilla.

Diese Geschichte hat der Ausnahme-Regisseur klasse umgesetzt. Es ist schwer, für dieses ungewöhnliche und zugleich außergewöhnliche Werk die treffenden Worte zu finden, weil er so komplex und anders ist.

Aus westeuropäischer Sicht erscheint der Stil südkoreanischer Filme merkwürdig. Das gilt für "Parasite" sogar in besonderem Maße.

Doch wer sich auf diese abstrakte Art einlassen- und sich sogar mit ihr anfreunden kann, dürfte auch hier seine wahre Freude haben.

Denn Bong baut in sein verästeltes Werk gleich mehrere Ebenen ein, weshalb man dem Genremix aus Drama, Thriller, Komödie und Horror konzentriert folgen muss, wenn man nicht den Anschluss verlieren will.

Und selbst dann offenbart sich die vielschichtige Storyline beim ersten Anschauen nicht in allen Details, Anspielungen und (versteckten) Aussagen.

Der Vorteil davon: "Parasite" ist einer der Filme, den man sich mehrfach ansehen kann und bei dem sich immer wieder neue Facetten entdecken lassen.

Regisseur Joon Ho Bong mit deutlicher Gesellschaftskritik in "Parasite"

Der Blick aus dem Kellerfenster der Kims: Hier vertreiben sie zu zweit einen betrunkenen Wildpinkler, der sich immer wieder nahe ihrer Wohnung erleichtert.
Der Blick aus dem Kellerfenster der Kims: Hier vertreiben sie zu zweit einen betrunkenen Wildpinkler, der sich immer wieder nahe ihrer Wohnung erleichtert.

Bong gelingt es, sein Kunstwerk auszubalancieren und für ein ausgewogenes Erzähltempo zu sorgen, durch das die Zuschauer bei der Stange gehalten werden, obwohl es auch die ein oder andere kleine Länge in den 131 Minuten gibt.

Doch die geschliffenen Dialoge, deren Bedeutung teilweise mysteriös-, dann aber wieder klar und verständlich ist, wecken das Interesse, weil man genau aufpassen muss - und das auch will. So stecken in fast jedem einzelnen Satz doppeldeutige Aussagen, die zum Nachdenken anregen.

Offensichtlich ist hingegen die Gesellschaftskritik. Doch der erfahrene Filmschaffende macht es sich keineswegs einfach, sondern stellt auch die reiche Familie der Parks mit Stärken und Schwächen dar, ermöglicht dem Publikum damit einen emotionalen Zugang, weil ihre Motive nachvollziehbar sind und sie authentisch herüberkommen.

Neben der exzellenten Charakterdarstellung ist "Parasite" auch visuell ein großes Meisterwerk.

Dank der furiosen Kameraführung von Kyung-pyo Hong ("Burning") werden die exotischen Orte und Landschaften, die vor Einzelheiten sowie Kontrasten nur so überquellen, perfekt in Szene gesetzt.

Die Locations spielen in "Parasite" eine große Rolle

Kim Ki-taek (Kang-ho Song) betrachtet einen schönen Stein.
Kim Ki-taek (Kang-ho Song) betrachtet einen schönen Stein.

Die Locations sind eine eigene Filmfigur von großer Wichtigkeit. Sie fügen sich nahtlos in die flüssige Erzählweise ein und sorgen mit ihren krassen Kontrasten für eine packende Atmosphäre.

Dabei sind sie nicht einmal die größte Stärke von "Parasite". Das ist die verworrene Geschichte voller überraschender, teilweise sogar richtig drastischer Wendungen.

Diese sorgen für knisternde Spannung und Erstaunen, denn hier ist nichts, wie es zu sein scheint.

Abgerundet wird der Film von den starken schauspielerischen Leistungen. Alle Haupt- und Nebendarsteller überzeugen in glaubwürdigen und tiefschürfenden Rollen in diesem wertvollen Werk, das völlig zurecht mit der "Goldenen Palme" bei den renommierten 72. Internationalen Filmfestspielen von Cannes ausgezeichnet wurde - dem Hauptpreis.

Damit konnte man sogar über Quentin Tarantinos Meisterwerk "Once Upon A Time in Hollywood" (>>Filmkritik) triumphieren.

"Parasite" ist ein außer- und ungewöhnlicher Film geworden, der mit seinem exotischen Stil, seiner hintergründigen Geschichte, seinen geschliffenen Dialogen und beeindruckenden Locations begeistern kann. Da sieht man auch über die ein oder andere kleine Länge hinweg. Dieses Werk dürfte zumindest in der Kategorie "bester fremdsprachiger Film" auch bei den "Oscars" und "Golden Globes" eine Hauptrolle spielen.

Kim Ki-woo (M., Woo-sik Choi) und seine Schwester Kim Ki-jung (l., So-dam Park) finden bei Park Yeon-kyo (Yeo-jeong Jo) eine gut bezahlte Anstellung.
Kim Ki-woo (M., Woo-sik Choi) und seine Schwester Kim Ki-jung (l., So-dam Park) finden bei Park Yeon-kyo (Yeo-jeong Jo) eine gut bezahlte Anstellung.

Fotos: PR/The Jokers / Les Bookmakers, PR/The Jokers / Les Bookmakers/Koch Films, PR/Koch Films

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