Ab heute gilt in Paris das Kippen-Verbot!

Eine Tonne Zigarettenstummel landet täglich auf den Straßen von Paris.
Eine Tonne Zigarettenstummel landet täglich auf den Straßen von Paris.

Paris - Frankreichs Hauptstadt hat ein Müllproblem, genauer gesagt ein Kippenproblem. Täglich landet eine Tonne Zigarettenstummel auf den Straßen von Paris - doch das ist verboten.

Wie MDR Info am Donnerstagmorgen berichtet, greift die Stadt jetzt rigoros durch und brummt "Umweltsündern" 68 Euro Strafe auf.

Vorausgegangen waren Wochen, in denen hunderte von Beamte schon einmal auf den Straßen patrouillierten und die Menschen vorwarnten.

Außerdem wurden bereits im Frühjahr 30.000 neue Mülleimer aufgestellt. Diese sind mit entsprechenden Vorrichtungen zum Ausdrücken der Zigaretten und feuerfesten Beuteln ausgestattet, damit sich das Wegwerfen der Stummel auf die Straße gefahrenlos umgehen lässt.

Um den Rauchern das fachgerechte Entsorgen weiter zu vereinfachen, werden die Gastronomen angehalten, auch im Außenbreich Aschenbecher aufzustellen, selbst wenn diese gern als "Souvenir" gestohlen werden.

Der stellvertretende Bürgermeister Mao Peninou (Parti socialiste) erklärte, es ginge der Stadt primär um den Umweltschutz. Immerhin gelangen die Gifte der Kippen vom Bürgersteig ins Grundwasser. Eine Zigarette könne bereits 500 Liter Wasser verunreinigen. Das Wasser wieder aufzubereiten verschlinge Unsummen.

Wie viele Beamte in Zukunft eingesetzt werden, um die Einhaltung des Verbotes sicherzustellen und gegebenfalls eine Strafe zu verhängen, blieb zunächst unbekannt.

Fotos: dpa


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