90 Menschen festgenommen, Tränengas eingesetzt: Polizei geht hart gegen Gelbwesten vor

Paris - In Paris haben sich Hunderte Anhänger der Protestbewegung "Gelbwesten" versammelt. Wie die Polizei am Samstag berichtete, wurden bei Kontrollen mindestens 90 Menschen vorläufig festgenommen.

Eine Frau gestikuliert bei einer "Gelbwesten"-Demonstration während sie mit Polizisten spricht.
Eine Frau gestikuliert bei einer "Gelbwesten"-Demonstration während sie mit Polizisten spricht.  © Kamil Zihnioglu/AP/dpa

Die Sicherheitskräfte setzten in der Nähe der Prachtstraße Champs-Élysées auch Tränengas ein, wie der TV-Nachrichtensender BFMTV berichtete.

Auf dem kilometerlangen Boulevard gilt ein Demonstrationsverbot.

In der Hauptstadt herrschte Nervosität, denn es waren auch separate Proteste für den Klimaschutz und gegen die Rentenreform der Mitte-Regierung angekündigt. Die Polizei setzt nach früheren Angaben über 7000 Beamte ein.

Die Anhänger der Protestbewegung "Gelbwesten" protestieren seit vergangenem November gegen die Reformpolitik von Präsident Emmanuel Macron und soziale Ungerechtigkeit.

Die Bewegung ist zersplittert und nicht zentral organisiert, die Themenpalette mittlerweile sehr breit. Häufig tragen die Demonstranten auch gar nicht mehr einheitlich die gelben Warnwesten, nach denen die Bewegung benannt ist.

Demonstranten wenden sich ab, aus Schutz vor Tränengas, das von Bereitschaftspolizisten abgefeuert wurde.
Demonstranten wenden sich ab, aus Schutz vor Tränengas, das von Bereitschaftspolizisten abgefeuert wurde.  © Kamil Zihnioglu/AP/dpa
Französische Bereitschaftspolizei geht während der "Gelbwesten"-Demonstration durch eine Tränengaswolke auf den Champs-Élysées.
Französische Bereitschaftspolizei geht während der "Gelbwesten"-Demonstration durch eine Tränengaswolke auf den Champs-Élysées.  © Kamil Zihnioglu/AP/dpa

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