Paris: Auto rast in Soldaten-Gruppe! Fahrer auf der Flucht

Ein Auto hat in einem Pariser Vorort mehrere Soldaten erfasst. (Archivbild).
Ein Auto hat in einem Pariser Vorort mehrere Soldaten erfasst. (Archivbild).  © DPA

Paris - Ein Fahrzeug ist in einem Vorort von Paris in eine Gruppe Soldaten gefahren.

Zwei Menschen seien in Levallois-Perret schwer verletzt worden, vier weitere leicht, sagte eine Polizeisprecherin am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur.

Der Fahrer sei geflohen. Nähere Angaben zum Ablauf des Vorfalls oder zu Hintergründen der Tat konnte die Sprecherin zunächst nicht machen.

Laut französischen Medienberichten sollen die betroffenen Militärs Teil der Anti-Terror-Operation Sentinelle sein, die in vielen französischen Städten patrouilliert.

Französische Sicherheitskräfte waren schon mehrfach Ziel von Anschlägen, im April wurde ein Polizist auf den Pariser Champs-Élysées erschossen.

Update 10.11 Uhr: Bürgermeister gibt Statement ab "...zweifellos ein vorsätzlicher Akt"

Der Bürgermeister des Orts, Patrick Balkany, sagte dem Sender BFMTV, dass die verletzten Militärs nicht in Lebensgefahr seien. "Das ist zweifellos ein vorsätzlicher Akt", meinte er.

Das Fahrzeug habe sich zuvor auf der Straße positioniert: Der Fahrer habe augenscheinlich darauf gewartet, dass die Soldaten zu ihrem Fahrzeug gehen, und sei dann auf sie zugerast. "Das ist eine abscheuliche Aggression."

Die Soldaten sollen zur Anti-Terror-Operation Sentinelle gehören, die in vielen französischen Städten patrouilliert. Hinweise auf das Motiv des Fahrers sind bislang nicht bekannt.

Französische Sicherheitskräfte waren schon mehrfach Ziel von Anschlägen, im April wurde ein Polizist auf den Pariser Champs-Élysées erschossen.

Am Wochenende war ein Mann mit einem Messer am Eiffelturm festgenommen worden, der in einer Vernehmung sagte, er habe einen Anschlag auf einen Soldaten geplant. Er wurde inzwischen in ein psychiatrisches Krankenhaus eingewiesen.

Update 15.30 Uhr: Nach der Auto-Attacke prüfen die französischen Ermittler einen Terrorverdacht. Nach mehrstündiger Fahndung konnte die Polizei zudem einen Verdächtigen stoppen, der mit dem gesuchten Auto unterwegs war.


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