Ärger wegen Vorgaben: Stihl muss Millionen blechen!

Paris/Waiblingen - Der Garten- und Forstgerätehersteller Stihl aus Waiblingen (Baden-Württemberg) muss in Frankreich ein Bußgeld von sieben Millionen Euro zahlen, weil er den Onlinevertrieb seiner Produkte in dem Land eingeschränkt hat.

Unter anderem für seine Kettensägen ist der Waiblinger Konzern bekannt. (Symbolbild)
Unter anderem für seine Kettensägen ist der Waiblinger Konzern bekannt. (Symbolbild)  © DPA

Stihl habe seinen Vertriebspartnern in Frankreich jahrelang zu Unrecht vorgeschrieben, bestimmte Produkte ausschließlich über Geschäfte zu vertreiben, teilte die französische Wettbewerbsbehörde am Mittwoch in Paris mit.

Der Verkauf über die Webseiten der Vertriebspartner, die dem Endverbraucher im Online-Handel unterschiedlich hohe Preisnachlässe hätten gewähren können, sei somit unmöglich gewesen.

Wie die Behörde feststellte, gibt es auch bei technisch anspruchsvollen Geräten keine nationale oder europäische Vorschrift, dem Käufer die Ware nur persönlich, begleitet etwa von einer technischen Einweisung, auszuhändigen. Erforderlich sei lediglich eine Bedienungsanleitung in der jeweiligen Landessprache.

Nicht beanstandet wurde von der französischen Behörde, dass Stihl den Vertrieb seiner Geräte grundsätzlich auf spezialisierte Vertriebspartner beschränkt. Bei technisch anspruchsvollen Geräten könne der Hersteller auf einen Kundenservice beim Vertrieb bestehen.

Titelfoto: DPA


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