Skifahrer von Lawine erfasst und begraben: Helmkamera filmt alles mit!

Park City - Diese Aufnahmen sind wirklich selten: Ein Skifahrer brettert in Park City (Utah) eine Piste hinab und filmt mit seiner Helmkamera, wie eine Lawine ihn erfasst und begräbt.

Bereits kurz nach der Anfahrt brach die Lawine über den Amerikaner hinein.
Bereits kurz nach der Anfahrt brach die Lawine über den Amerikaner hinein.  © Screenshot YouTube/Storyful

Der Amerikaner befand sich mit zwei Freunden in einem Hinterlandgebiet in der Nähe des Guardsman's Pass, als das Unglück passierte. Die Schneemassen erfassten ihn plötzlich von hinten, ab da gab es kein Halten mehr.

Im Video ist zu sehen, wie der Mann von der Lawine die Piste immer weiter hinab getragen und vom Schnee mehr und mehr bedeckt wird, bis er schließlich anhält. Er hatte keine Chance zu entkommen.

Wie "Fox News" berichtet, sei der Skifahrer, der nicht namentlich genannt werden will, etwa 200 Fuß (das entspricht rund 61 Metern) mitgerissen worden ist - vorbei an Bäumen und Felsen entlang des Hangs. Dann erst stoppte der Höllenritt.

Seine zwei Begleiter, einer an der Spitze, einer am Fuße des Hügels, mussten hilflos zusehen. "Er ließ seine Stöcke los und schwamm durch die Lawine, um den Kopf oben zu halten", beschreibt Colby Stevenson das Drama.

Durch die Luft gewirbelt gab es für den Skifahrer keinen Halten mehr.
Durch die Luft gewirbelt gab es für den Skifahrer keinen Halten mehr.  © Screenshot YouTube/Storyful

Er ist selbst ein erfolgreicher Freestyle-Skier in den USA, konnte schon einen Weltcupsieg für sich verbuchen. Doch in dieser Situation war auch er, der am Fuße des Hangs stand, machtlos.

Erst als der Spuk vorüber war, konnten Stevenson und sein Freund John Brown ihrem Kumpel zu Hilfe eilen. "Es war beängstigend. Ich wusste nicht, wie ich wirklich klar denken sollte", sagt Brown.

Dann entdeckten die beiden die Spitze eines Skis, der aus dem Schnee lugte, und fingen an zu graben. "Als ich sein Bein zum ersten Mal traf, fing er an zu schreien", erzählt Stevenson. "Es war sehr hektisch, dass wir einfach graben wollten, bis sein Kopf frei war und er atmen konnte."

Der Mann war etwa 75 Sekunden lang unter den Schneemassen begraben, schaffte es aber dank der schnellen Reaktion seiner erfahrenen Freunde rechtzeitig und ohne Blessuren heraus.

Titelfoto: Screenshot YouTube/Storyful

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