Reingelegt! AfD verliert Dutzende Facebook-Gruppen

Der Satiriker verliest die Erklärung zur Übernahme von AfD-Facebook-Gruppen.
Der Satiriker verliest die Erklärung zur Übernahme von AfD-Facebook-Gruppen.

Berlin – Kurz vor der Wahl verliert die AfD Dutzende Facebookgruppen mit 180.000 Mitgliedern. Zu verdanken haben sie das den Satirikern von "Die Partei" um Shakak Shapira.

Am Sonntagmorgen wurden plötzlich bei Facebook sehr viele der AfD nahe stehenden, bis dahin geschlossenen Gruppen öffentlich gemacht. Deren Namen wurden beispielsweise von "Heimat Liebe" in "Hummus Liebe" oder von "AfD-Freunde" und "Die PARTEI-Freunde" umbenannt. Zudem sind alles darin geführten Diskussionen und Chats jetzt für jeden einsehbar.

Außerdem wurde auf allen Gruppen ein Video veröffentlicht, auf dem der Satiriker Shahak Shapira erklärte, was dahinter steckt.

Demnach hätten er und seine "Die Partei"-Freunde in den vergangenen elf Monaten die Facebookprofile mit Fake-Accounts infiltriert. Sie traten dort über Monate als glaubwürdige AfD-Fans auf und so gelang es ihnen, als Administratoren eingetragen zu werden.

Am Sonntag hätten sie ihren so erlangten Einfluss in den Gruppen dann dazu genutzt, um die übrigen Administratoren rauszuschmeißen, die Gruppen umzubenennen und auf "öffentlich" zu stellen.

Und es wurden neue Regeln aufgestellt. Kostprobe? "Jetzt gegen Muslime ist immer gegen Mekka auszurichten." "Für jede Gruppe gilt eine verbindliche 18 Prozent Flüchtlingsquote" "Kritik am Genderirrsinn ist geschlechtsneutral zu formulieren".

Viele dieser Gruppen waren laut Shapiras Erklärung von einer in Bad Dürkheim lebenden Frau gegründet und zunächst durch Bots mit Inhalten befüllt worden. Auch ein Mitarbeiter der rheinland-pfälzischen AfD-Fraktion sei mit der Betreuung der Gruppen beschäftigt gewesen.

Sein Video beendet Shapira mit den Worten: "Wer Facebook-Gruppen nicht aufrecht erhalten kann, wird es mit einem ganzen Land erst Recht nicht können."


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