Endstation Knast: Zoll schnappt Mann mit 7 Kilo Kokain im ICE

München - Wie am Mittwoch bekannt wurde, haben bereits am vergangenen Montag Zollbeamte aus München sieben Kilogramm Kokain im ICE 592 nach Ulm sichergestellt.

In "mundgerechte Häppchen" verpackt wurden die Drogen offenbar zum Verschlucken vorbereitet.
In "mundgerechte Häppchen" verpackt wurden die Drogen offenbar zum Verschlucken vorbereitet.  © Zollfahndungsamt München

Das Rauschgift befand sich im Besitz eines italienischen Staatsbürgers und war hinter einer nachträglich angebrachten Trennwand im inneren seines Koffers versteckt.

Außerdem waren die Drogen gereits in sogenannte "Bodypacks" abgefüllt. Dies sind kleine Päckchen, die in der regel von den Kurieren verschluckt werden, um bei Kontrollen nicht entdeckt zu werden. Über den Verdauungstrakt kommen sie dann wieder zum Vorschein. Allem Anschein nach, war dieses Kokain noch nicht durch den menschlichen Körper gewandert.

Aufmerksam auf den Schmuggel wurden die Beamten im Zuge anderweitiger Ermittlungen. Der gemeinsamen Ermittlungsgruppe Rauschgift Südbayern des Bayerischen LKAs und des Zollfahndungsamtes München gelang es, den bevorstehenden Transport zu entdecken.

Eine intensive Kontrolle des ICE ab dem Münchner Hauptbahnhof wurde eingeleitet. Die Beamten durchkämmten den Zug mit Unterstützung von Kontrolleinheiten des Münchner Zolls und konnten noch vor Pasing Schmuggler dingfest machen.

Gegen den Italiener, der seinen Angaben nach von Beruf Lkw-Fahrer ist, erging mittlerweile aufgrund Fluchtgefahr Haftbefehl. Das sichergestellte Rauschgift wird derzeit auf Fingerabdrücke untersucht. Außerdem steht eine Analyse zum Reinheitsgrad des Kokains bevor.

Gut versteckt - aber nicht gut genug: Das Kokain hinter der doppelten Wand aus Kunststoff konnten die Beamten finden.
Gut versteckt - aber nicht gut genug: Das Kokain hinter der doppelten Wand aus Kunststoff konnten die Beamten finden.  © Zollfahndungsamt München

Titelfoto: Zollfahndungsamt München

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