Mann rammt 21-Jährigen Messer in die Schläfe: Urteil gefallen

Passau - Im Prozess um einen Messerangriff auf einen 21-Jährigen in Passau wird am Dienstag (9 Uhr) vor dem Landgericht das Urteil erwartet.

Der Angeklagte sitzt im Verhandlungssaal des Landgerichts.
Der Angeklagte sitzt im Verhandlungssaal des Landgerichts.  © DPA

Ein 20-jähriger Afghane soll nach dem Willen der Staatsanwaltschaft für sechs Jahre in Jugendhaft, weil er einen Landsmann im Streit nach einer Party attackiert hatte.

Der Ankläger warf ihm in seinem Plädoyer versuchten Mord vor. Der Verteidiger des jungen Mannes hatte eine Bewährungsstrafe wegen gefährlicher Körperverletzung gefordert.

Der Angeklagte entschuldigte sich in seinen letzten Worten bei seinem Opfer.

Den Ermittlungen nach soll es bei einem Spiel unter Partyteilnehmern im Februar zum Streit zwischen den beiden Männern gekommen sein. Daraufhin ging der nun Angeklagte heim, holte ein Messer, kehrte zur Party zurück und verließ die Wohnung des Gastgebers mit seinem späteren Opfer in Richtung Inn.

Nach einem neuerlichen Streit soll er das Messer gezogen und dem 21-Jährigen in die Schläfe gestochen haben. Als sich eine Gruppe Studenten näherte, ließ er von seinem Opfer ab.

Zum Prozessauftakt hatte der Angeklagte den Angriff zugegeben und gesagt, er habe sich verteidigen wollen.

Update 13.30 Uhr: Urteil gefallen

Für den Messerangriff auf einen 21-Jährigen muss der Angeklagte für sechs Jahre in Jugendhaft.

Der 20-jährige Afghane ist am Dienstag vor dem Landgericht Passau wegen versuchten Totschlags und gefährlicher Körperverletzung verurteilt worden.

Der Angeklagte kommt in Handschellen in den Verhandlungssaal des Landgerichts.
Der Angeklagte kommt in Handschellen in den Verhandlungssaal des Landgerichts.  © DPA

Titelfoto: DPA

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