Patienten sind die Leidtragenden: Uni-Kliniken vor unbefristetem Streik

Düsseldorf - Es geht um Krankenschwestern und Pfleger. Im Streit um eine Entlastung kommen sich Gewerkschaft und Leitung der Düsseldorfer Uni-Kliniken bislang nicht entgegen. Jetzt ist ein unbefristeter Streik angekündigt.

Krankenschwestern und Pfleger der Unikliniken Düsseldorf wollen mehr Entlastung.
Krankenschwestern und Pfleger der Unikliniken Düsseldorf wollen mehr Entlastung.  © DPA

Eine Urabstimmung unter den Gewerkschaftsmitgliedern habe eine eindeutige Mehrheit für einen unbefristeten Ausstand ergeben, teilte die Gewerkschaft Verdi am Freitag in Düsseldorf mit.

Wann der Streik an einem der größten medizinischen Zentren in Nordrhein-Westfalen beginnen könnte, war zunächst nicht klar. Zunächst müsse die Klinikleitung informiert werden, sagte ein Gewerkschaftssprecher. Auch werde eine Notdienstvereinbarung angeboten.

Am Wochenende werde nicht gestreikt. Verdi will an dem Klinikum mit 8000 Beschäftigten, darunter Ärzte, Pfleger und technisches Personal, einen Tarifvertrag zur Entlastung der Mitarbeiter erreichen.

In dieser Woche hatten Beschäftigte an drei Tagen an Warnstreiks teilgenommen. Das hatte zur Absage vieler Operationen und Einschränkungen bei der Patientenbeförderung geführt (TAG24 berichtete).

Zahlreiche Patienten waren erst gar nicht stationär aufgenommen worden. Auch an der Uni-Klinik in Essen gab es Warnstreiks, die kommende Woche weitergehen sollen.

In der Sache stehen sich in Düsseldorf beide Seiten bislang unversöhnlich gegenüber. Auf die Forderung nach einem Tarifvertrag antwortet die Klinikleitung, sie könne keine solchen Verträge abschließen.

Dies sei der Tarifgemeinschaft der Länder (TdL) vorbehalten. "Wir verstehen nicht, warum Verdi nicht an die TdL herantritt", sagte ein Sprecher der Klinik am Freitag.

Titelfoto: DPA


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