Paukenschlag! VfB-Präsident Dietrich tritt zurück

Stuttgart - Der VfB-Präsident Wolfgang Dietrich hat auf seiner Facebook-Seite seinen Rücktritt erklärt.

Wolfgang Dietrich legt sein Amt nieder.
Wolfgang Dietrich legt sein Amt nieder.  © DPA

Auf seiner Facebook-Seite vermeldet Wolfgang Dietrich, dass er mit sofortiger Wirkung von seinem Amt als Präsidenten des VfB Stuttgart 1893 e.V., sowie vom Vorsitz des Aufsichtsrats der VfB Stuttgart 1893 AG zurücktritt.

Obwohl er laut seiner Aussage bereits Sonntag vom Präsidium, Vereinsbeirat und Aufsichtsrat gebeten wurde im Amt zu bleiben, entschied er sich zu diesem Schritt.

"Ich lasse mir meine Würde und Ehre nicht von denjenigen nehmen, die ihre Macht lautstark und mit verbaler Gewalt demonstrieren. Ebenso wenig wie von denen, die sich schon seit langem an den gut gefüllten Töpfen unseres Vereins bedienen wollen", schreibt der 70-jährige weiter und fügt eine Ausführung zur abgebrochenen Mitgliederversammlung an:

"Auch kann und möchte ich nicht mehr einer Organisation vorstehen, die weder willens ist, sich mit mir gemeinsam diesen Interessen entgegenzustellen, noch in der Lage, den einwandfrei funktionierenden Ablauf einer Mitgliederversammlung zu gewährleisten."

Dennoch sei es ihm eine Ehre gewesen, diesem Verein dienen zu dürfen.

Kommissarische Besetzung

Update 12 Uhr: Auf der Vereinsseite bestätigt der VfB den Rücktritt des Präsidenten. Der Vereinsbeirat werde sich bis zur nächsten Mitgliederversammlung zusammensetzen, um eine kommissarische Besetzung des Präsidiums zu organisieren.

UPDATE: 18.53 Uhr

Klinsmann als Nachfolger?

Ihn könnte sich der Landesvater offenbar als VfB-Präsidenten vorstellen: Jürgen Klinsmann.
Ihn könnte sich der Landesvater offenbar als VfB-Präsidenten vorstellen: Jürgen Klinsmann.  © DPA

Nach dem polternden Rückzug von Wolfgang Dietrich als Präsident des VfB Stuttgart hat der baden-württembergische Ministerpräsident Winfried Kretschmann indirekt Ex-Bundestrainer Jürgen Klinsmann als künftige Führungsfigur des Vereins vorgeschlagen.

"Der Verein braucht jetzt eine Persönlichkeit mit Fußballkompetenz, die ausschließlich das Interesse des Vereins im Blick hat", teilte der Grünen-Politiker am Montagabend auf Facebook mit. "Jemand der von hier kommt, der zusammenführt und hinter dem sich die ganze VfB-Familie versammeln kann."

Nicht allzu viele brächten ein solches Profil mit, schreibt Kretschmann weiter. "Als VfB-Fan würde mir da aber schon jemand einfallen, den ich letztes Jahr in Kalifornien getroffen habe und der den Brustring definitiv im Herzen trägt."

Damit spielt Kretschmann auf eine Begegnung mit Klinsmann bei seiner Nordamerika-Reise 2018 an.

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