Noch keine Entwarnung nach Fund von Killer-Bakterie

Pausa/Dresden – Ein Jahr nach dem bundesweit ersten und bislang einzigen Fund des gefürchteten Feuerbakteriums in einer Gärtnerei im vogtländischen Pausa gibt es weiterhin keine Entwarnung.

Es blüht wieder in der Gärtnerei von Sina Zauche und Bernd Zauge in Pausa.
Es blüht wieder in der Gärtnerei von Sina Zauche und Bernd Zauge in Pausa.  © DPA

Zwar wurde bei umfangreichen Untersuchungen nichts mehr festgestellt, erklärte Karin Bernhardt vom zuständigen Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie (LfULG) in Dresden. Eine so genannte Pufferzone wurde im Januar von zehn auf fünf Kilometer verringert.

"Bestimmte Pflanzen dürfen aus dieser nicht heraus- oder in sie hineingebracht werden. Aber das betrifft eben nicht alles, wie viele denken", sagt Gärtnerin Sina Zauche.

231 Arten sind aktuell betroffen, darunter Tomatenpflanzen, Lavendel und Rosmarin. «Für viele Frühblüher-Sorten gilt das hingegen nicht», ergänzt sie. Deshalb hofft die Gärtnerei auch auf einen guten Start in die Frühlings-Saison.

Zugleich betonte sie: "Wir müssen vorsichtig bleiben. Es wäre falsch zu sagen, die Gefahr sei gebannt."

Mitarbeiter des Amtes hatten das Bakterium mit dem wissenschaftlichen Namen Xylella fastidiosa zunächst an einem Oleanderstrauch gefunden, anschließend an drei weiteren Pflanzen. Bei dem Oleander handelte es sich um die Pflanze einer Kundin, die in der Gärtnerei überwintern sollte.

Die Gärtnerei musste ihren gesamten Bestand an Pflanzen und Arbeitsmitteln vernichten (TAG24 berichtete).

Laut Landesamt ist der Betrieb finanziell entschädigt worden. Über die Höhe der Summe wurden keine Angaben gemacht.

Nach einem Neustart rüstet sich die Gärtnerei für die bevorstehende Pflanzsaison.

Titelfoto: DPA


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