Geschenkte Tanne kommt Rathaus teuer zu stehen

Pegau - Manchmal ist geschenkt noch viel zu teuer. Beim Transport eines gespendeten Weihnachtsbaumes durch die Kleinstadt-Gassen richtete der Bauhof eine Spur der Verwüstung an. Vielleicht hätte man vorher einmal nachmessen sollen?

Auf seinem Weg zum Rathaus demolierte der Weihnachtsbaum auch mehrere Laternen, wie sie links zu sehen sind.
Auf seinem Weg zum Rathaus demolierte der Weihnachtsbaum auch mehrere Laternen, wie sie links zu sehen sind.  © Ralf Seegers

Festlich geschmückt steht die Tanne auf dem Marktplatz der mittelalterlichen Stadt. Doch im Rathaus rauchen die Köpfe - wer soll das bezahlen?

Denn offensichtlich war der Baum nicht nur zwanzig Meter hoch, sondern auch acht Meter breit, als er von einem Traktor mit Hänger durch die Straßen gezogen wurde.

Dort knickte er fünf historisch gestaltete Laternen um und hinterließ an mehreren liebevoll sanierten Hausfassaden üble Kratzer und hässliche Streifen.

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Die Laternen konnten innerhalb von zwei Tagen - pünktlich zur Eröffnung des Marktes - wieder repariert werden. Bauamtsleiter Gunther Grote: "Wir hatten uns wegen anderer Unfälle mit reichlich Ersatzteilen eingedeckt, deshalb ging es schnell."

Bei den Häusern - die Stadt kalkuliert man mit einem Schaden zwischen 10.000 und 15.000 Euro - hofft man auf die Versicherung.

Packt der Ordnungsamtsleiter jetzt die Rute für die Schuldigen aus? Grothe: "Die Leute vom Bauhof machen immer hervorragende Arbeit, ärgern sich über dieses Missgeschick selbst am meisten und ernten kübelweise Spott. Da muss ich nicht auch noch mit einprügeln."

Auch für diese Hausfassade war die Tanne mit acht Metern etwas zu breit.
Auch für diese Hausfassade war die Tanne mit acht Metern etwas zu breit.  © Ralf Seegers

Titelfoto: Ralf Seegers

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