PEGIDA-Chef Bachmann wieder vor Gericht

Lutz Bachmann muss im März in Dresden wieder vor Gericht.
Lutz Bachmann muss im März in Dresden wieder vor Gericht.

Von Matthias Kernstock

Dresden - PEGIDA-Chef Lutz Bachmann (41) muss sich vor dem Landgericht Dresden verantworten. Bachmann soll über ein Jahr keinen Unterhalt für seinen Sohn bezahlt haben - nun geht der Prozess weiter.

Schwarze Drehstühle, ein paar Stuhlreihen, heller Holzboden und eine Anklagebank - Dresdner Gerichtssäle sind nichts Neues für den Mann, der PEGIDA über die Landesgrenzen hinaus bekannt gemacht hat.

Bachmann war 16 Mal bei Firmen in Dresden und Umgebung eingebrochen, ist dafür zu drei Jahren verurteilt worden. Aus Angst vor dem Knast floh er nach Südafrika, lebte unter falschem Namen. Aber er flog auf. Man schob man ihn nach Deutschland ab - direkt ins Gefängnis.

Bachmann zahlte keinen Unterhalt

Der PEGIDA-Boss soll ab 2013 knapp ein Jahr keinen Unterhalt für seinen Sohn bezahlt haben.
Der PEGIDA-Boss soll ab 2013 knapp ein Jahr keinen Unterhalt für seinen Sohn bezahlt haben.

Erst 2014 streifte Bachmann durch die Gänge im Amtsgericht. Unfreiwillig.

Dem 41-jährigen Vater wurde vorgeworfen, seit Mitte 2013 für knapp ein Jahr keinen Unterhalt für seinen Sohn bezahlt zu haben. 2000 Euro soll er der Mutter seines Kindes schuldig geblieben sein. Urteil: 1600 Euro Geldstrafe. Doch Staatsanwaltschaft und Verteidigung hatten Rechtsmittel eingelegt.

Bachmann stand zur Tatzeit unter Bewährung. Der Polizei-bekannte PEGIDA-Chef wurde 2010 zu zwei Jahren auf Bewährung verurteilt. Lutz, wie seine PEGIDA-Freunde ihn nennen, handelte mit Kokain - und wurde erwischt, angeklagt und verurteilt.

Jetzt geht der Prozess um die Unterhaltzahlungen in die nächste Runde.

Diesesmal allerdings am Landgericht in Dresden. Das bestätigte Landgerichtssprecher Ralf Högner der "Sächsischen Zeitung".

Bachmann sei bereits im Dezember geladen worden. Bachmanns Verteidigerin Katja Reichel habe bisher aber keine Ladung vom Gericht erhalten.

Laut Gerichtssrpecher Högner findet der Berufungsprozess am Mittwoch, 18. März statt. Immerhin nicht Montag.

Fotos: dpa


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