3200 PEGIDA-Anhänger in der Innenstadt

Die PEGIDA-Anhänger am Dr.-Külz-Ring.
Die PEGIDA-Anhänger am Dr.-Külz-Ring.

Dresden - Zum fünften Mal trafen sich am Montagabend Anhänger der Anti-Islam-Bewegung PEGIDA (Patriotische Europäer gegen die Islamisierung des Abendlandes) und liefen durch Dresden. Laut Polizeiangaben waren zum Start rund 2000 vor Ort. Am Ende 3200.

Dieses Mal hatten linke Bündnisse massiv dazu aufgerufen, ein Zeichen gegen den PEGIDA-Aufmarsch zu setzen.

Die rund 650 Linken trafen sich am Goldenen Reiter und zogen in die Innenstadt zum Dr.-Külz-Ring/Eingang Prager Straße. Dort sammelten sich diesmal die PEGIDA-Anhänger, weil am angestammten Startpunkt, dem Postplatz, gerade ein Weihnachtsmarkt aufgebaut wird.

Um 18.10 Uhr standen sich beide Lager gegenüber. Die Linken an der Prager Straße, die PEGIDA vor dem Maredo-Restaurant.

Die Stimmung war aufgeheizt. Aus den Reihen der linken Demonstranten wurden einige Schaulustige angebrüllt, sie nicht zu fotografieren. Die Polizei stand zwischen den Lagern, hatte die Schutzausrüstung (u.a. Helme) angelegt.

Angeblich hatten sich die Linken dann in drei Demos aufgeteilt: Karstadt, Postplatz und Neumarkt.

Um 18.40 Uhr startete die Demo der PEGIDA. Über den Dr. Külz-Ring (der mittlerweile von Linken geräumt war) ging es vorbei am Rathaus auf die Wilsdruffer Straße.

Hier kam es um 19.26 Uhr zu einem kleinen Zwischenfall. Einige Männer rannten aus der Schlossstraße (zwischen Kulti und Silbermann) auf den Demo-Zug zu, brüllten aggressiv. Die Polizei war aber zur Stelle.

Die PEGIDA-Demo sollte eigentlich auf dem Theaterplatz vor der Semperoper enden. Doch weil da zuviele Anhänger der Linken warteten, fand die Abschlusskundgebung auf dem Postplatz statt.

Laut Polizeisprecher waren es am Postplatz 3200 Anhänger der PEGIDA. Um 19:55 Uhr endete die Veranstaltung. Alle Kräfte der Polizei blieben in Einsatzbereitschaft.

Ab 20.20 Uhr kam es am Postplatz zu Zwischenfällen. Mit Polizeisperrketten versuchte man, Linke davon abzuhalten, wieder zu Demonstranten der PEGIDA vorzudringen. Die Polizei musste an der Haltestelle zur Wilsdruffer Straße Pfefferspray einsetzen. Mehrere brüllten vor Schmerz, hielten sich ihre brennenden Augen.

Um 20.40 Uhr kam es an der selben Stelle zu einem Handgemenge. Die Polizei musste wieder eingreifen. Einige Leute wurden von Polizisten überwältigt, lagen am Boden. Die Polizei kesselte mehrere Leute ein, Ausweise wurden kontrolliert. Festnahmen gab es keine.

Die PEGIDA-Demo passierte das Rathaus.
Die PEGIDA-Demo passierte das Rathaus.
Dieser Mann protestierte gegen die Ansichten der PEGIDA.
Dieser Mann protestierte gegen die Ansichten der PEGIDA.
Auf der Wilsdruffer Straße.
Auf der Wilsdruffer Straße.
Linke Anhänger auf dem Theaterplatz - sie erwarten die Ankunft des PEGIDA-Zuges, der heute hier enden soll und nicht auf dem Neumarkt.
Linke Anhänger auf dem Theaterplatz - sie erwarten die Ankunft des PEGIDA-Zuges, der heute hier enden soll und nicht auf dem Neumarkt.
Zur Abschlusskundgebung am Postplatz sollen es 3200 Leute sein.
Zur Abschlusskundgebung am Postplatz sollen es 3200 Leute sein.
Zwischenfälle nach der Demo am Postplatz. Die Polizei musste Pfefferspray einsetzen.
Zwischenfälle nach der Demo am Postplatz. Die Polizei musste Pfefferspray einsetzen.
Polizisten haben gegen 20.40 Uhr am Postplatz einen Randalierer überwältigt.
Polizisten haben gegen 20.40 Uhr am Postplatz einen Randalierer überwältigt.

WIE AB 18 UHR ALLES BEGANN:

Fotos: Steffen Füssel, Ove Landgraf


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