PEGIDA-Demonstrant brach Kameramann Knochen

Andreas D. (36) riss einen Kamermann um, musste im Amtsgericht antreten.
Andreas D. (36) riss einen Kamermann um, musste im Amtsgericht antreten.  © Norbert Neumann

Dresden - Teurer Ausflug zum „Montagsspaziergang“ der Besorgten: Andreas D. (36) war einst mit Kumpels aus dem Brandenburgischen angereist, „um PEGIDA zu gucken“. Am Mittwoch saß der Speditionskaufmann auf der Anklagebank im Amtsgericht, weil er dabei einen Kameramann verletzte.

„Wir waren das erste Mal dort, hatten vorher aber ordentlich getrunken“, so der geständige Angeklagte. An jenem Tag diskutierte die „Deutsche Gesellschaft für Soziologie“ mit Interessierten in der Schlosskapelle über das Phänomen PEGIDA, draußen „spazierten“ rund 4000 „Besorgte“.

Klar, dass auch Presse da war. So auch Kollegen eines russischen TV-Senders. „Ich wollte aber nicht gefilmt werden. Ich war doch so betrunken“, erklärte Andreas D., der mit reichlich zwei Promille im Blut den Kameramann (43) kurzerhand umriss.

„Wir drehten für eine Reportage“, so der überrumpelte Journalist. „Plötzlich wurde es dunkel. Ich dachte erst, es sei ein Technikproblem. Dann bekam ich einen Schlag ab.“ Ergebnis: Der Knochen überm Auge war gebrochen, der Journalist musste operiert werden.

„Tut mir leid. Das war ’ne blöde Aktion. Ich war danach nie wieder bei PEGIDA“, so Andreas D., der wegen Körperverletzung nun 4950 Euro Strafe zahlen muss.


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