Pegida-Jahrestag: Dresden Nazifrei ruft zu breitem Protest auf

Protest gegen die PEGIDA-Bewegung am 9. März vor der Semperoper.
Protest gegen die PEGIDA-Bewegung am 9. März vor der Semperoper.

Das Bündnis Dresden Nazifrei hat zu Protesten gegen eine PEGIDA-Kundgebung zum ersten Jahrestag der islam- und fremdenfeindlichen Bewegung in Dresden aufgerufen.

Dazu sei am 19. Oktober jegliche Unterstützung aus Dresden und darüber hinaus willkommen, erklärte Bündnissprecher Silvio Lang am Mittwoch. "Gegen PEGIDA braucht es einen breiten, zivilgesellschaftlichen Konsens des Protestes."

Wegen des mit der Zuspitzung der Flüchtlingskrise wiedererstarkenden Zulaufs zu den PEGIDA-Demonstrationen habe Dresden Nazifrei seine zwischenzeitlich eingeschlagene Strategie der Zurückhaltung überdacht.

"Wir müssen zur Kenntnis nehmen, dass es uns den gesamten letzten Winter sehr selten gelungen ist, auch nur annähernd so große Zahlen wie PEGIDA für einen Gegenprotest zu mobilisieren, im deutlichen Unterschied zum Rest Deutschlands", räumte Lang ein.

Nach einem Jahr rassistischer Demonstrationen sei nun aber der Punkt erreicht, an dem Dresden und seine Bevölkerung sich bekennen müssten, ob man weiter das Bild einer Stadt abgeben wolle, in der Kriminelle und Rassisten auf der Straße machen könnten, was sie wollten.

Lang kündigte noch für dieses Jahr eine Strategiekonferenz an, auf der die Akteure der Dresdner Zivilgesellschaft ein gemeinsames Konzept gegen PEGIDA entwickeln sollen.

Silvio Lang, Sprecher des Bündnisses Dresden Nazifrei.
Silvio Lang, Sprecher des Bündnisses Dresden Nazifrei.
Der PEGIDA-Protest am 22. Dezember 2014 vor dem Dresdner Bahnhof Neustadt.
Der PEGIDA-Protest am 22. Dezember 2014 vor dem Dresdner Bahnhof Neustadt.

Fotos: Thomas Türpe, Christian Suhrbier


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