Morddrohung - und kein Personenschutz für den Staatsanwalt!

Generalstaatsanwalt Klaus Fleischmann (64)
Generalstaatsanwalt Klaus Fleischmann (64)

Von Steffi Suhr und Juliane Morgenroth

Dresden - Der Tag nach der Morddrohung gegen den Sprecher der Staatsanwaltschaft Dresden Jan Hille (50) und seine Kollegen: In der Behörde scheint alles ruhig, von zusätzlichen Sicherheitsmaßnahmen ist nichts zu sehen.

Generalstaatsanwalt Klaus Fleischmann (64) erklärt, warum das so ist:

„Schutz für Kollegen im Rahmen dessen, was wir leisten können, werden wir versuchen. Aber es ist natürlich aussichtslos, sämtliche bedrohte Personen unter Personenschutz zu stellen oder sonstwie unter Polizeischutz zu bringen. Das wird nicht durchführbar sein. Wir nehmen die Drohung ernst, aber wir wollen sie aber auch nicht hoffnungslos überbewerten.“

Und wie geht es weiter mit der Fahndung, Herr Generalstaatsanwalt? Fleischmann: „Für uns ist ganz wichtig, dass wir zügig ermitteln können, von woher diese E-Mails gekommen sind, die den bedrohenden Inhalt haben. Das ist natürlich furchtbar schwierig.“

Zum Thema Polizeischutz erklärte ein Sprecher des Innenministeriums auf Anfrage von MOPO24 lediglich:

„Der Umstand, ob eine bestimmte Person als gefährdet eingestuft wird und ihr damit besondere Schutzmaßnahmen zugeordnet werden, ist Teil des Sicherheitskonzeptes und unterliegt damit der Geheimhaltung.“

Foto: Ove Landgraf


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