Zu viele Gegendemos! PEGIDA weicht auf Sonntag aus

PEGIDA-Boss Lutz Bachmann (43) musste seine Kundgebung wegen der Proteste auf 
den Sonntag verlegen.
PEGIDA-Boss Lutz Bachmann (43) musste seine Kundgebung wegen der Proteste auf den Sonntag verlegen.  © dpa/Arno Burgi

Dresden - Das wird wohl nichts mit einem ruhigen Start in die Woche: Tausende Demonstranten planen vor dem Hintergrund des zweiten Jahrestages der islamfeindlichen PEGIDA ihre Meinung in der Innenstadt kundzutun. 

Weil Gegendemonstranten am Montag bereits alle repräsentativen Plätze belegt haben, wird nun auch noch am Sonntag protestiert.

Wegen Platzmangel startet Lutz Bachmanns (43) PEGIDA-Kundgebung bereits am Sonntag 12 Uhr auf dem Theaterplatz. 

Dort spricht unter anderem Identitären-Galionsfigur Martin Sellner (27) aus Österreich. Eine Demonstration ist nicht geplant. Militante Neonazis wollen jedoch im Umfeld der Kundgebung unterwegs sein.

PEGIDA rechnet laut Anmeldung mit 5000 Teilnehmern.
PEGIDA rechnet laut Anmeldung mit 5000 Teilnehmern.  © dpa/Arno Burgi

Dagegen regt sich Widerstand: Der Studentenrat der HTW Dresden ruft zu einer Demo ab 11 Uhr am Friedrich-List-Platz bis zum Kempinski auf. 

Das Anti-PEGIDA-Bündnis Nope will ab 10.30 Uhr vom Wiener Platz bis zum Theaterplatz ziehen. Am Montag ziehen ab 16 Uhr unter dem Label "Herz statt Hetze" PEGIDA-Gegner sowohl vom Bahnhof Neustadt als auch der TU zum Postplatz. 

Von dort wollen beide Züge zusammen zum Postplatz, wo ein Konzert mit der Band Ansa stattfindet. Eine Demo zur Abschlusskundgebung am Theaterplatz und ein Abzug in Richtung Neustadt sind ebenfalls geplant. 

Außerdem lädt Dresdens Oberbürgermeister Dirk Hilbert (44) ab 17 Uhr zu einem Bürgerfest auf dem Neumarkt.

Das Bündnis „Herz statt Hetze“ will am Montag auf die Straße gehen.
Das Bündnis „Herz statt Hetze“ will am Montag auf die Straße gehen.  © dpa/Oliver Killig
Cornelius Brandmiller (25) und Rita Kunert (55) rufen zu „Herz statt Hetze“ 
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Cornelius Brandmiller (25) und Rita Kunert (55) rufen zu „Herz statt Hetze“ auf.  © Norbert Neumann

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