Pegida war Thema bei Jauch. Diskutiert mit!

Dresden/Berlin - In den letzten Stunden haben sich die Ereignisse rund um die geplante 13. PEGIDA-Demonstration am Montag überschlagen. Es gab Morddrohungen gegen einen PEGIDA-Organisator, der Dresdner Polizeichef hat alle Demos verboten - MOPO24 berichtete.

Um 21.45 war nun PEGIDA-Sprecherin Kathrin Oertel (36) live in Deutschlands wichtigster Politik-Talkshow bei Günther Jauch. Wie die Talkrunde lief, diskutierten die Fans von MOPO24 auf unserer Facebook-Seite.

Neben Kathrin Oertel waren in der Talkrunde: SPD-Politiker Wolfgang Thierse (71), Jans Spahn (34, CDU) und der in Chemnitz geborene AfD-Politiker Alexander Gauland (73). Außerdem kam Frank Richter, der Chef der Sächsischen Landeszentrale für politische Bildung.

Das von vielen erwartete harte Aufeinandertreffen von Positionen war es nicht. Frau Oertel argumentierte ruhig und weniger angriffslustig als man sie von ihren Auftritten als Rednerin der Montagsdemos in Dresden kennt.

Wolfgang Thierse kritisierte vor allem, dass die Dresdner Demonstranten den Ruf "Wir sind das Volk" verwenden: "Mich ärgert das, denn anderes als zu DDR-Zeiten richtet sich der Ruf gegen eine demokratisch gewählte Regierung. Außerdem steckt auch viel Anmaßung darin. Denn wie wir ja jetzt wissen, lehnen Dreiviertel der Deutschen PEGIDA ab."

Günther Jauch scheiterte drei Mal mit der Frage, warum nun gerade Dresden das Herz des deutschen islamkritischen Protestes sei, obwohl es in der Stadt so wenig Ausländer geben. Keiner der Anwesenden brachte es auf den Punkt.

Ein Glück für Frau Oertel war die Anwesenheit von Frank Richter. Der Chef der Landeszentrale für Politische Bildung schaffte es recht gut, die PEGIDA und deren Teilnehmer zu erklären. Demnach seien die Demonstranten eben keine politisch ungebildeten Menschen, sondern "zu 90 Prozent Leute, die sich von Behörden unfair behandelt fühlen".

Und in Richtung Thierse sagte Richter: "Man darf den Leuten nicht vorwerfen, dass sie es wieder so machen wie von 25 Jahren." Nämlich auf die Straße gehen und "Wir sind das Volk" rufen. Richter darf das sagen, schließlich war er 1989 selbst in Dresden auf der Straße und später in der "Gruppe der 20."

Die ganze Sendung ist in der Mediathek der ARD abrufbar.


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