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So lief der Demo-Montag in Dresden, Leipzig und Chemnitz

Dresden/Leipzig/Chemnitz - Auch am 23. Februar wird in Sachsen wieder demonstriert. PEGIDA spaziert in Dresden, Leipzig und Chemnitz. In allen Städten machen auch Gegendemonstranten mobil.

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Dresden/leipzig/chemnitz - Auch am Montag, dem 23. Februar, wurde in Sachsen wieder demonstriert.

Die Versammmlungen und Aufzüge verliefen weitgehend friedlich. In Chemnitz gab es einige Festnahmen, in Leipzig wurde die LEGIDA-Route immer wieder blockiert. Doch in beiden Städten nahm die Zahl der Demonstranten weiter ab.

Sowohl LEGIDA, CEGIDA als auch die Gegendemonstrationen können immer weniger Anhänger mobilisieren.

Anders in Dresden. PEGIDA verzeichnete wieder einen leichten Zuwachs. Laut Polizei kamen 500 mehr als in der vergangenen Woche. 4800 sollen es gewesen sein.

Die Organisatoren zählten hingegen 10.100. In der vergangenen Woche hatte die PEGIDA-interne Zählung noch 10.300 ermittelt.

In der Landeshauptstadt wurden mit 250 auch die wenigsten Gegendemonstranten gezählt.

Leipzig, 21:15 Uhr: Jürgen Elsässer, Herausgeber der Compact-Magazins, spricht auf der Abschlusskundgebung. Er erklärt, dass sich der historische Ring von 1989 zurückerobert wurde.

Er kritisiert die fehlende Demokratie in Deutschland, man dürfe sich nicht von den Parteien einschüchtern lassen.

Außerdem fordert er einen echten Grenzschutz und weniger Flüchtlinge. Aus dem Kosovo kämen nur Wirtschaftsflüchtlinge, deren Aufnahme sofort gestoppt werden müsse.

Anschließend löst Silvio Rösler die Versammlung auf. Nach seinen Angaben waren es 1200 Teilnehmer.

Auch in Leipzig wird zum Abschluss die Nationalhymne gesungen.

Leipzig, 21:10 Uhr: Bei LEGIDA nehmen nach ersten Informationen 1050 Menschen teil.

Chemnitz, 21 Uhr: Die Polizei hat 15 junge Männer aus dem CEGIDA-Lager vorläufig festgenommen und ihrer Personalien aufgenommen. Sie wollten Linke jagen.

Leipzig, 20:44 Uhr: Die Blockade ist geräumt. LEGIDA setzt seinen Spaziergang fort. Über die Dresdner Straße geht es weiter in Richtung Grimmaischer Steinweg. Dort werden sie allerdings von der nächsten Blockade aufgehalten.

Diesmal verzichtet die Polizei auf eine Räumung. LEGIDA wird vorbei geführt. Kurz darauf sind sie wieder am Augustusplatz.

Dresden, 20:34 Uhr: Nach Angaben der Polizei nahmen bei PEGIDA 4800 Menschen teil. Zur Gegendemo "Dresden für alle" kamen 250 Teilnehmer. Die Polizei war mit 371 Beamten im Einsatz.

Leipzig, 20:27 Uhr: Die Polizei fordert die Antifa über Lautsprecher auf, die Salomonstraße zu räumen. Sie erteilt allen Demonstranten Platzverbot. Der LEGIDA-Zug kommt derzeit nicht weiter.

Nach der 3. Durchsage bleiben die Gegendemonstranten immernoch sitzen. Die Polizei beginnt mit dem Räumen der Blockade.

Dresden: 20:19 Uhr: Lutz Bachmann beendet die Versammlung. Diesmal werden zum Abschied die Handylichter hochgehalten und man singt die Nationalhymne. Bachmann erklärt außerdem, dass die PEGIDA mit einer Anwaltskanzli eine eigene Durchlaufzählung gemacht hat und 10.100 Teilnehmer ermittelt hat. Die Polizei hat noch keine offizielle Zahl herausgegeben.

Chemnitz, 20:14 Uhr: CEGIDA ist wieder am Ausgangspunkt zurück. Steffen Musolt ruft dazu auf, am Mittwoch an einem Marsch aufs Rathaus teilzunehmen.

Dort wird eine Haushaltsdebatte im Stadtrathaus stattfinden. CEGIDA will Fragen stellen und Stimmung machen.

Insgesamt waren bei CEGIDA 600 und der Gegendemonstration etwa 300 Teilnehmer auf der Straße.

Leipzig, 20:10 Uhr: Nachdem LEGIDA den Ring Richtung Hauptbahnhof gelaufen ist, biegen sie hinter dem Messehochhaus werden sie in die Wintergartenstraße gedrängt.

Da die Querstraße blockiert ist, soll wohl über die Salomonstraße geführt werden.

Aus dem LEGIDA-Zug werden Böller auf die Gegendemonstranten geworfen. Die Polizei leuchtet jedes Fenster und jeden Hauseingang aus.

Dresden, 20:04 Uhr: Seit zehn Minuten warten die ersten PEGIDA Spaziergangsrückkehrer auf dem Neumarkt auf das Ende des Zuges.

Nachdem alle angekommen sind, verliest Bachmann noch einmal die "Dresdner Thesen".

Über dem Neumarkt schwebten heute bunte Heliumballons, an denen eine kleine Kamera hing. Dabei handelt es sich um das private Projekt eines Mathematikers, der die Teilnehmerzahlen ermitteln will.

Chemnitz, 19:54 Uhr: CEGIDA wird mit einem großen Polizeiaufgebot begleitet. Am Brühl hatten etwa 20 Linke versucht den Aufzug von CEGIDA zu stürmen, wurden aber schnell von der Polizei abgedrängt.

Leipzig, 19:44 Uhr: Das Ordnungsamt genehmigt eine linke Spontandemo auf der Querstraße. Diese liegt genau auf der LEGIDA-Strecke. Etwa 150 Demonstranten versammeln sich dort. Damit ist die LEGIDA-Strecke blockiert.

Deswegen hat die Versammlungsbehörde mit Silvio Rösler eine Ausweichroute für LEGIDA abgesprochen, deren Verlauf noch geheim bleibt.

Chemnitz, 19:43 Uhr: Die Polizei versperrt der linken Demo den Weg zur Georgstraße. An dieser Stelle wird gleich CEGIDA vorbei ziehen.

Leipzig, 19:30 Uhr: Der LEGIDA-Redner Friedrich Fröbel wird immer wieder mit einem Laser-Pointer attackiert. Auch bei Silvio Rösler wurde der schon eingesetzt.

Dresden, 19:31 Uhr: Bei der "Dresden für alle"-Veranstaltung auf dem Postplatz spielen die "Finerips" als letzte Band. Danach soll der Abmarsch der Linken in Richtung Albertplatz starten.

Leipzig, 19:20 Uhr: Thomas Festerling beginnt seine Rede. Er erklärt, dass die Wutbürger ein Beleg für die größer werdende Kluft zwischen Volk und Politik sind. Die Schere zwischen arm und reich geht immer weiter auseinander. Wir müssen zusehen, wir andere Staaten mit dem Geld aller Bürger am Leben gehalten werden.

Er konzentriert sich in seiner Rede auf angebliches Politikversagen, fehlende Demokratie, Bürokratie, korrekte Berichterstattung durch die Medien.

Dresden, 19:18 Uhr: Lutz Bachmann eröffnet den Spaziergang durch die Altstadt und weist nocheinmal auf die Polizeiauflage hin, dass die Fahnen nicht höher als 1,50 Meter gehalten werden dürfen.

Polizeireiter stehen auf der Wilsdruffer bereit, um die Demo zu begleiten.

Chemnitz, 19:13 Uhr: Die Demonstration der Linken startet an der Brückenstraße in Richtung Georgstraße. Dort werden sie auf CEGIDA treffen.

Dresden, 19:10 Uhr: Rene Stadtkewitz erklärt weiter, dass der Islam erst in Deutschland integrierbar sei, wenn sich die Muslime einen neuen Koran schreiben würden.

Leipzig, 19:08 Uhr: Silvio Rösler eröffnet die LEGIDA-Versammlung. Er begrüßt alle GIDA-Ableger in der Welt. Er ruft zu Spenden für LEGIDA auf, da der Verein bei der Organisation der Veranstaltungen an seine Grenzen gestoßen sei.

Auch auf der Gegendemonstration sind etwa 500 bis 600 Teilnehmer.

Leipzig, 18:58 Uhr: LEGIDA läuft vom Hauptbahnhof in Richtung Augustusplatz. Sie werden von der Polizei eskortiert. Im Vorbeigehen gibt es Wortgefechte mit mit den Gegendemonstranten. An der Oper werden Personenkontrollen durchgeführt.

Insgesamt sind jetzt etwa 500 LEGIDA-Anhänger auf dem Augustusplatz.

Dresden, 18:53 Uhr: René Stadtkewitz (50) ist der erste Gastredner bei PEGIDA. Der ehemalige Berliner CDU-Abgeordnete lobt PEGIDA-Aktivisten, die sie sich für mehr Demokratie und Mitsprache einsetzen. Das sei gut für Deutschland. Gleiches gilt für den Einsatz gegen Asylmissbrauch und gegen die Islamisierung.

Er kritisiert massiv den Islam. Er sei keine harmlose Religion. Der Islam sei ein politisches System, eine kompromisslose Ideologie: "...und nein, er gehört nicht zu Deutschland!"

Leipzig, 18:48 Uhr: Die Teilnehmerzahl der LEGIDA-Anhänger auf dem Augustusplatz ist noch sehr überschaubar. Aber auch die Gegendemonstranten vor dem Gewandhaus sind noch nicht viele.

Dresden, 18:44 Uhr: Lutz Bachmann eröffnet den inzwischen 16. PEGIDA-Spaziergang. Er grüßt alle GIDAs der Welt und alle Menschen, die sich trauen, auf die Straße zu gehen. Vor allem an die 400 GIDA-Demonstranten in Linz, die am Wochenende zum ersten Mal demonstrierten.

Er erwähnt die Erfolge der PEGIDA. Er ruft erneut alle islamlischen Vereine dazu auf, ein PEGIDA-Papier zu unterschreiben, in dem sie sich vom radikalen Islam distanzieren.

Dresden, 18:42 Uhr: PEGIDA-Organisator Siegfried Däbritz lässt ein zu provokantes Plakat, das von Demonstranten mitgebracht wurde, entfernen.

Chemnitz, 18.30 Uhr: Bei CEGIDA sind etwa 300 Teilnehmer sind inzwischen angekommen. Sie hören "Freiheit" von Marius Müller Westernhagen.

Dresden, 18:29 Uhr: Lutz Bachmann betritt kurz die Bühne, um etwas vorzubereiten. Seine Fans jubeln und rufen: "Jetzt gehts los!" Kurz darauf wird in Richtung der Frauenkirche skandiert: "Licht aus, Licht aus!"

Dresden, 18:25 Uhr: Auf dem Postplatz ist immernoch nicht viel los, dafür bietet eine Einhorn-Aktionskünstlerin was fürs Auge.

Leipzig, 18:24 Uhr: Es werden entlang der Oper weitere Absperrgitter aufgebaut. Unterdessen sind bisher etwa 100 LEGIDA-Anhänger auf dem Augustusplatz angekommen.

Chemnitz, 18:20 Uhr: Etwa 150 CEGIDA-Anhänger haben sich am Marx-Kopf versammelt. Sprecher Steffen Musolt beklagt, dass die Linken die Teilnehmer behindern, zum Versammlungsort zu kommen.

Dresden, 18:18 Uhr: Noch etwa zehn Minunten, bis die PEGIDA-Versammlung beginnt. Der Neumarkt ist bereits mit mehreren Hundert Menschen gefüllt.

Chemnitz, 18:11 Uhr: Demonstrations-Organisatoren und die Polizei besprechen die Route für "Chemnitz Nazifrei".

Dresden, 18:10 Uhr: Die Veranstaltung von "Dresden für alle" auf dem Postplatz hat begonnen. Auf der Bühne spielt die Band "Geigerzähler" um die Bühne versammeln sich wenige Demonstranten.

Leipzig, 18 Uhr: Vor dem Hauptbahnhof haben sich Gegendemonstranten in Stellung gebracht. Im Internet gibt es Aufrufe zu einer Sitzblockade an der Richard-Wagner-Straße / Goethestraße. Etwa 100 Menschen sind bislang vor Ort.

Einzelne Grüppchen LEGIDA-Anhänger sammeln sich am Hauptbahnhof. Sie wollen wohl in einer größeren Menge zum Augustusplatz laufen.

Chemnitz, 17:51 Uhr: Die Brückenstraße ist gesperrt. Ab 18 Uhr sollen die Gegendemonstranten unterwegs sein. 18.30 Uhr wird CEGIDA starten.

Leipzig, 17:29 Uhr: Die Polizei stellt auch am Ring, entlang der Oper Absperrgitter auf. So soll die Demo-Route von LEGIDA vom Park hinter der Oper getrennt werden. Dort versammeln sich rund um den Schwanenteich die ersten Gegendemonstranten.

Leipzig, 17:04 Uhr: Das Friedensgebet in der gut gefüllten Nikolaikirche hat begonnen. Heute wird auch an den Pfarrer Friedrich Ernst Lewek erinnert, der wegen seines antifaschistischen Widerstands zwischen 1933 und 1945 mehrfach verhaftet und inhaftiert wurde.

Leipzig, 16:45 Uhr: Wie in der vergangenen Woche soll die LEGIDA-Versammlung von einer Art Wagenburg gesichert werden. Heute dürfte das allerdings schwieriger werden. Durch den Spaziergang ist der abzusichernde Aktionsradius größer. Die Polizeiautos haben bereits den Augustusplatz eingekreist (Foto).

Überall in der Innenstadt hat die Polizei Stellung bezogen, vor allem in Richtung Hauptbahnhof. Insgesamt sollen 1500 Polizisten im Einsatz sein.

Leipzig, 16.20 Uhr: Auf dem Augustusplatz wird sich LEGIDA versammeln und dann zu einem Spaziergang aufbrechen. Polizei ist bereits vor Ort und die Rednerbühne vor der Oper ist ebenfalls schon aufgebaut.

Vor einer Wochen, am 16. Februar demonstrierten 4300 Menschen mit PEGIDA durch Dresden.
Vor einer Wochen, am 16. Februar demonstrierten 4300 Menschen mit PEGIDA durch Dresden.

Dresden/chemnitz/leipzig - Auch am Montag, den 23. Februar, wird in Sachsen wieder demonstriert. Bei CEGIDA und LEGIDA gehen seit Wochen immer weniger Menschen auf die Straße.

Doch in Dresden wuchs die Teilnehmerzahl in der vergangenen Woche wieder an. Werden es heute nochmal mehr?

In Leipzig versammelt sich LEGIDA 19 Uhr auf dem Augustusplatz. Geplant ist ein Spaziergang über den Ring in Richtung Messehochhaus. Erwartet werden 1000 bis 1500 Teilnehmer.

Als Redner wird unter anderem Jürgen Elsässer auftreten, der Herausgeber des rechtspopulistischen und verschwörungstheoretischen "Compact"-Magazins.

Drei Gegendemonstrationen sind in Leipzig angemeldet. Sie sollen bis zu 5000 Menschen mobilisieren. 17 Uhr findet in der Nikolaikirche ein Friedensgebet statt. 18 Uhr startet des Bündnis "Willkommen in Leipzig" von der Nikolaikirche.

Die Initiativen "Legida? Läuft nicht." und "Refugees Welcome" werden sich ab 17 Uhr zur Kundgebung auf der Goethestraße/Höhe Schwanenteich treffen.

Gelingt es PEGIDA in Dresden erneut mehr Menschen auf die Straße zu bringen? Vergangenen Montag hatte sich die Teilnehmerzahl von 2000 auf 4300 mehr als verdoppelt.

Los gehts 18.30 Uhr auf dem Neumarkt. Spaziert werden soll wohl die gleiche Route wie in der vergangenen Woche. Die Organisatoren rechnen mit 5000 Teilnehmern.

Die Gegendemo von "Dresden für alle" soll 18 Uhr auf dem Postplatz starten und in Richtung Albertplatz laufen.

Da beide Veranstaltungen durch die Stadt ziehen, wird es zu Straßensperrungen kommen.

Dresdens Polizeisprecherin Jana Ulbricht (37): „Wir sind auf zwei Kundgebungen mit anschließenden Demonstrationen vorbereitet. Diese werden vornehmlich in der Innenstadt stattfinden. Es ist mit Verkehrseinschränkungen zur rechnen.“

CEGIDA startet 18.30 Uhr am Karl-Marx-Monument. Als Rednerin wird Tatjana Festerling auftreten. "Chemnitz Nazifrei" ruft ab 17.30 Uhr zur Gegendemo auf dem Neumarkt auf.

MOPO24 berichtet von allen drei Demo-Städten live.

Fotos: dpa, Stefan Ulmen, Andrzej Rydzik, Eric Hofmann, Juliane Bauermeister, Steffen Füssel, Frank Schmidt, Alexander Bischoff, Bernd Rippert, Ralf Seegers, Uwe Meinhold, Holm Helis, Sven Gleisberg

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