Bachmann will PEGIDA mit der AfD verbünden

PEGIDA auf dem Neumarkt.
PEGIDA auf dem Neumarkt.

Dresden - Nach mehreren Wochen Pause stand am Montag Lutz Bachman (43) mal wieder auf der Rednerbühne von PEGIDA. Er hatte zuletzt pausiert, weil es ihm "nicht so gut ging", wie er erklärt.

Passend zu seiner AfD-blauen Jacke thematisierte er dann erstmals seit September 2015 erneut die mögliche Gründung einer PEGIDA-Partei. Diese sei dringend notwendig, um mit der AfD Verhandlungen auf Augenhöhe zu führen.

Verhandelt werden soll über die Möglichkeiten einer gemeinsamen Listenbildung bei Wahlen. "Es gibt derart große Schnittmengen, dass man über persönliche Befindlichkeiten da wirklich hinwegschauen muss", sagt Bachmann. Deshalb müsse bald PEGIDA als Partei gegründet werden.

Das Modell der gemeinsamen Liste habe sich in der Vergangenheit bereits bei Bündnis90/Die Grünen bewährt, so Bachmann.

Auf der Gegendemonstration auf dem Theaterplatz versammelte sich GEPIDA. Als Gast war Claudia Roth (60, Die Grünen) vor Ort und hielt bei dichtem Schneetreiben vom Beifahrersitz eines Kleinbusses ein Rede. Darin sagte sie unter anderem: "Wir brauchen keine Obergrenze für Flüchtlinge, eher eine Untergrenze für Anstand."

Nach Angaben der Studentengruppe "Durchgezählt" waren bei PEGIDA bis zu 3500 Menschen dabei.

Nächsten Montag (7. März) wird es in Dresden keine Pegida-Demo geben. Vielmehr wollen die Dresdner Organisatoren nach Leipzig fahren, um die dortige Leipziger Legida-Demo zu unterstützen.

Lutz Bachmann (43) diesmal in AfD-Hellblau.
Lutz Bachmann (43) diesmal in AfD-Hellblau.
Bei starkem Schneefall versammelten sich die PEGIDA-Anhänger.
Bei starkem Schneefall versammelten sich die PEGIDA-Anhänger.
Claudia Roth (Die Grünen, 60).
Claudia Roth (Die Grünen, 60).

Fotos: Holm Helis, dpa


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