Streit um letzte Parzelle: Letztes Ultimatum für die Garten-Rebellin

Penig - Der Streit um ein Gartengrundstück in Penig spitzt sich zu. Silke Hartig (51) will mit allen Mitteln verhindern, dass ihr schöner Garten von einem Investor plattgemacht wird (TAG24 berichtete). Doch der macht jetzt ernst und stellt der Penigerin ein letztes Ultimatum.

Silke Hartig (51) kämpft als letzte Pächterin in ihrem Garten um den Verbleib.
Silke Hartig (51) kämpft als letzte Pächterin in ihrem Garten um den Verbleib.  © Ronald Bonss

Bis 10. Januar soll Silke Hartig ihre Scholle freimachen. Demnächst beginnen die Rückbaumaßnahmen im Kleingartenverein "Frohsinn".

Die F+S Baukonzept GmbH ist längst Eigentümerin und will demnächst Eigenheime bauen. Am liebsten würde die Gärtnerin im Garten- und Landschaftsbau ihren Garten behalten.

"Ich kann das nicht beschreiben. Der Garten ist mein Leben." Doch der Bauträger legt ihr immer neue Steine in den Weg, stellt bald den Strom ab. Auch der Zugang zum Grundstück wird bald nicht mehr ohne weiteres möglich sein.

Mittlerweile hat Silke Hartig einen Anwalt eingeschaltet und setzt sich gegen Bauträger und Kleingartenverein zur Wehr. "Ohne Entschädigung gehe ich nicht", sagt sie. 39 von 40 Pächtern haben vorher klein bei gegeben. Ob es Entschädigungen gab, ist unklar. Einer der Chefs von F+S sowie die Vorstandsvorsitzende des Frohsinn e.V. wollten die Fragen von TAG24 nicht beantworten.

Ohne ihre Parzelle will Silke Hartig nicht mehr in Penig bleiben. "Ich bin Küstenkind, komme aus Koserow (Usedom, d. Red.). Wenn ich hier raus muss, kann ich mir vorstellen, wieder in den Norden zu ziehen."

40 Gartensparten sollen Eigenheimen weichen. Der Investor macht bald ernst und beginnt mit den Bauarbeiten.
40 Gartensparten sollen Eigenheimen weichen. Der Investor macht bald ernst und beginnt mit den Bauarbeiten.  © Ronald Bonss

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