Alle weinen! Hier wird tote Kollegin an den Mitarbeitern eines Krankenhauses vorbeigeschoben

Pennsylvania (USA) - Zwei Mitarbeiter in blauen Anzügen schieben ein Bett über einen Krankenhausflur. An der Seite stehen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Einrichtung. Alle sind in Tränen aufgelöst, manche senken ihren Kopf.

Mary Desin wird über den Krankenhausflur geschoben. Die 58-Jährige starb am 2. Juni an einem Aneurysma.
Mary Desin wird über den Krankenhausflur geschoben. Die 58-Jährige starb am 2. Juni an einem Aneurysma.  © Screnshot/YouTube/GoodMorningAmerica

In dem Bett liegt ihre Kollegin Mary Desin (58). Sie ist wenige Stunden zuvor an den Folgen eines Aneurysma gestorben und befindet sich nun auf dem Weg in den Operationssaal.

Dort werden ihr Leber und die Nieren entnommen, die Organe anschließend gespendet, um anderen Menschen das Leben zu retten.

In "Good Morning America" wurden die herzzerreißenden Bilder aus dem "University of Pittsburgh Medical Center's Hamid Hospital" gezeigt. Der Sohn der Verstorbenen zeigte sich gerührt angesichts dieser großen Anteilnahme. Rund 100 Kollegen hatten sich auf dem Flur verteilt, um Mary auf diese Art und Weise eine der letzten Ehren zu erweisen.

"Es war sehr emotional. Fast alle haben geweint. Menschen, die ich nicht einmal kannte, kamen zu mir und sagten, wie sehr sie meine Mutter liebten und wie sehr sie ihnen geholfen hatte, eine bessere Krankenschwester oder ein besserer Krankenpfleger zu werden. Ich hatte vielleicht mit 20 Menschen gerechnet. Dass ihr Tod mehr als 100 Menschen so sehr bewegen würde, das kam überraschend für mich", sagte Matthew dem Magazin.

39 Jahre hatte Mary in dem Krankenhaus gearbeitet

Mary war bei ihren Kolleginnen und Kollegen extrem beliebt.
Mary war bei ihren Kolleginnen und Kollegen extrem beliebt.  © Screenshot/Facebook/MaryDesin

Mary hatte 39 Jahre als Schwester in dem Krankenhaus gearbeitet, war bei allen beliebt und verstand ihren Job als eine Herzensangelegenheit.

Sie half den Patienten, sie wollte ihnen Liebe und Fürsorge geben. Genauso herzerwärmend ging sie mit ihren Kolleginnen und Kollegen um, die den viel zu zeitigen Verlust von Mary nur schwer ertragen können.

Die Frau starb am 2. Juni. Wenig später ließ das Krankenhaus drei Lichter auf dem Dach des Hauses aufleuchten. Es sollte ein Zeichen dafür sein, dass die drei Organe, die Mary gespendet hatte, drei Leben gerettet hatten. Ein Facebook-Post einer Kollegin von Mary zeigte ein Bild mit den Lichtern.

In einem weiteren Post machte Nikki Taylor noch einmal darauf aufmerksam, wie wichtig es sei, sich als Organspender zu registrieren und somit auch nach dem eigenen Tod noch das Leben anderer Menschen mit den noch gut funktionsfähigen Organen zu retten.

Eine Freundin von Mary sagte "Good Morning America": "Sie war von Anfang an eine Lehrmeisterin. Sie hat Leute mit ihrer Art berührt und ich habe von ihr gelernt, dass man immer noch ein bisschen mehr geben kann."

Die Kolleginnen und Kollegen wollen ihr Andenken in Ehren halten und versuchen, ihre Fußstapfen wenigstens ein bisschen auszufüllen.

Titelfoto: Screnshot/YouTube/GoodMorningAmerica


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